Aktion von WAZ und Stadt

1000 Bänke-Programm soll Bochum noch lebenswerter machen

Geben den Startschuss zum Programm „1000 Bänke für Bochum“: Oberbürgermeister Thomas Eiskirch und WAZ-Lokalchef Thomas Schmitt (links).

Foto: Gero Helm

Geben den Startschuss zum Programm „1000 Bänke für Bochum“: Oberbürgermeister Thomas Eiskirch und WAZ-Lokalchef Thomas Schmitt (links). Foto: Gero Helm

Bochum.   Die Stadt reagiert auf Wünsche von Lesern an der WAZ-Hotline: In Bochum soll es 1000 neue Bänke geben. Standorte und Spender sind nun gefragt.

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1000 Sitzbänke will die Stadtverwaltung bis Ende 2020 neu in unserer Stadt aufstellen. Bochum soll mit ihnen noch lebenswerter werden. Nicht zuletzt die Wünsche von Bürgern am WAZ-Lesertelefon haben bei Oberbürgermeister Thomas Eiskirch (SPD) die Erkenntnis reifen lassen, „dass fehlende Sitzgelegenheiten eines der Top-Bürger-Themen ist“.

Folgerichtig geht die Stadt das Thema gemeinsam mit der Redaktion im Rahmen des WAZ-Projektes ProBO (siehe Infobox) an: Ab sofort können Leser Vorschläge für mögliche Standorte an die Redaktion schicken und/oder sich auch mit einer Spende am 1000-Bänke-Projekt beteiligen (siehe Info-Box und Hinweise zu den Bänken). „Dabei gilt: aus eins mach zwei“, sagt Thomas Eiskirch. „Für jede gespendete Bank stellt die Stadt eine weitere Bank auf.“

WAZ spendet die ersten drei Bänke

Drei Modelle wird es geben: eines für die Innenstadt, eines für die Stadtteile und eines für Standorte auf landschaftlich geprägten Flächen. Die Kosten für Bänke und Montage im öffentlichen Raum belaufen sich zwischen 750 und 1250 Euro.

Alle Sitzmöbel sind robust, bestehen aus langlebigem Material und haben eine Anti-Graffiti-Beschichtung. Ab sofort darf gespendet werden. Bürger, Vereine, Verbände, Initiativen und Bochumer Unternehmen sind aufgerufen, das Projekt zu unterstützen.

Die WAZ-Redaktion stellt die Modelle heute nicht nur vor, sondern spendet offiziell gleich die ersten drei Bänke – von jeder Variante eine. Sechs von bis zu 1000 Bänken sind damit auf dem Weg – das Gesamtergebnis wird am Ende von der Zahl der Spender abhängen. Für die Innenstadt gibt es einen konkreten Standort-Vorschlag der Redaktion: Diese Sitzbank sollte eine von mehreren sein, die rund um den Dr.-Ruer-Platz aufgestellt werden sollten. Wer heute dort ausruhen will, ist bislang auf die Gastronomie-Betriebe angewiesen.

Ob der Standort möglich ist, wird die Stadt schnellstmöglich prüfen. Dieses Versprechen gilt natürlich für alle Vorschläge, die uns erreichen werden. „Wir werden vermutlich nicht jeden Standortwunsch zu hundert Prozent realisieren können, garantieren aber, dass wir dann nach Möglichkeiten im näheren Umfeld suchen“, sagt Oberbürgermeister Eiskirch.

Leser vermissen Bänke in der Innenstadt

An der WAZ-Hotline vermissen Leser zum Beispiel immer wieder Bänke in der Innenstadt. Kortumstraße, Boulevard und Huestraße werden häufig genannt. Aber auch in den Stadtteilen fehlen Sitzmöbel.

Bei der WAZ-Stadtteilkonferenz in Altenbochum stand zuletzt die Wittener Straße in der Kritik: „Vor den Geschäften fehlen Sitzmöglichkeiten, insbesondere für die älteren Leute, die zwischendurch eine Pause brauchen“, sagte Maike Kapuschinski. Die Sprecherin des St.-Anna-Stifts beklagte zudem den Zustand vorhandener Bänke, unter anderem den einer Bank direkt vor dem Heim.

Stadt und WAZ-Redaktion hoffen nun auf möglichst viele Vorschläge zu Standorten und natürlich auf zahlreiche Spenden, damit noch im Spätsommer 2018 die ersten Sitzbänke aufgestellt werden können.

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