CORONA-KRISE

Beckum: Yoga-Lehrerin stellt Gratis-Filme mit Übungen online

Susanne Lakschmi Hain ist Reiki-Yoga-Lehrerin. Sie arbeitet in Balve-Beckum und in Sundern.

Susanne Lakschmi Hain ist Reiki-Yoga-Lehrerin. Sie arbeitet in Balve-Beckum und in Sundern.

Foto: Susanne Lakschmi Hain

Beckum.  Die Corona-Krise macht Therapeuten wie Yoga-Lehrerin Susanne Lakshmi Hain zu schaffen. Wie geht sie damit um?

Reiki-Yoga-Lehrerin Susanne Lakshmi Hain aus Beckum trotzt der Corona-Krise auf ihre Weise. Sie bietet kostenlose Videos mit Übungen an. Die amtlich verfügte Schließung von Yoga-Praxen nimmt die gelernte Krankenschwester entspannt hin. Dafür gibt es einen besonderen Grund.

Aber der Reihe nach. Normalerweise hat Hain einen festen Kundenstamm. Yoga lehrt sie seit elf Jahren. Viele Kurse laufen über die VHS. Die Therapeutin arbeitet in Beckum, hat aber auch Räume in der Tennishalle Sundern angemietet: „In der Entspannungsoase läuft jetzt natürlich nichts mehr.“

Die Corona-Krise hat aber auch das Leben vieler Familien, Paare und auch Singles verändert. Manche müssen zuhause arbeiten, andere müssen Kinder hüten, wieder andere sind in Kurzarbeit. Die ungewohnte Situation schafft Freiheiten, aber auch Konflikte. Was tun?

Hain sieht Yoga-Übungen als geeignete Maßnahme, Stress abzubauen. Ehemaligen Kursteilnehmerin rät die Therapeutin, „einfach mal die Yoga-Matte herauszuholen und ein paar Übungen zu machen“.

Und was macht sie selbst? „Momentan bin ich dabei, Online-Kurse aufzubauen“, entgegnet die Beckumerin, „gemeinsam mit einer Kollegin. Dabei kann man mir bei Yoga-Übungen zuhause zusehen.“ Sie weiß, dass die kleinen Lehrfamilie eine Möglichkeit sind, Yogaschülern, Therapieklienten oder Patienten Neues zu zeigen. Hain ist bewusst, dass dem Medium Internet Grenzen gesetzt sind. „Ich kann Schüler natürlich nicht korrigieren.“

Den Kontakt zu ihnen will sie nicht reißen lassen. Hain schreibt sie an, telefoniert mit Kunden, gern auch via Video.

Ein weiteres Unternehmen

Sie bietet neben Yoga auch Message und sogenannte Familienaufstellungen an, die persönliche Konflikte lösen helfen. Hain ist aber nicht allein auf Einnahmen aus der Therapie angewiesen. Sie leitet zugleich das Unternehmen ihres verstorbenen Mannes.

Angst vor Corona hat die frühere Krankenschwester übrigens nicht, die die schnelle Ausbreitung geahnt hat „Wer Angst hat“, weiß sie, „dem geht es am Ende schlechter.“

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