Handel

„Wir in Arnsberg“ soll in Verkehrsverein aufgehen

Brückenplatz

Brückenplatz

Foto: Wolfgang Becker

Arnsberg.  Die Werbegemeinschaft sieht in zwei Vereinen, die dasselbe Ziel verfolgen, keinen Sinn mehr. Die Mitglieder entscheiden am 19. November.

Die Werbegemeinschaft „Wir in Arnsberg“ (WiA) steht vor dem Zusammenschluss mit dem beziehungsweise vor einem Aufgehen in den Verkehrsverein.

Damit würde WiA aus dem Vereinsregister gelöscht. Die Mitglieder werden am 19. November in einer außerordentlichen Versammlung darüber entscheiden.

Aber keine Fusion im klassischen Sinne

Dabei sei aber keine Fusion im klassischen Sinne vorgesehen, erklärte WiA- und Verkehrsvereins-Vorsitzender Tarek Jumah auf Anfrage unserer Zeitung. „Das würde keinen Sinn machen.“ Weil bei einer richtigen Fusion alle von beiden Vereinen abgeschlossenen Verträge auf den Tisch kommen und teils neu verhandelt werden müssten.

„Der Verkehrsverein ist aber eine große, gut gewachsene Institution, in die wir kein unnötiges Gewusel hineintragen möchten. Zudem würde eine richtige Fusion jeglichen Zeit- und Kostenrahmen sprengen.“

Im Verkehrsverein soll es die Arbeitsgruppen „Einzelhandel“ und „Event“ geben

Daher sehe die Grundidee, die man den WiA-Mitgliedern empfehlen wolle, so Jumah, folgendermaßen aus:

Die Mitglieder von „Wir in Arnsberg“ beschließen in der außerordentlichen Versammlung die Auflösung der Werbegemeinschaft und treten dann dem Verkehrsverein bei. „Damit wäre jegliches Fusions-Procedere überflüssig.“

Im Verkehrsverein sollen in der Folge zwei Arbeitsgruppen eingerichtet werden: „Einzelhandel“ und „Events“, die aufgrund der inhaltlichen Nähe „natürlich fließende Grenzen haben werden“.

Einzelhandel besonders im Fokus

Die Arbeitsgruppe Einzelhandel werde dabei aber besonders in den Fokus gesetzt. „Weil wir Stärke zeigen und signalisieren wollen, dass in dieser Richtung viel passieren wird.“ Zugleich werde so der Gedanke von WiA, den Einzelhandel vor Ort zu fördern, fortgeschrieben.

Zwei Vereine mit denselben Zielen machen keinen Sinn

Tarek Jumah nennt auch den Grund für dieses Vorgehen: Auf Dauer mache es einfach keinen Sinn mehr, zwei Vereine „parallel laufen zu lassen“, die dasselbe Ziel verfolgen würden.

Auch vor dem Hintergrund, dass sich die Situation im Verkehrsverein verändert habe, denn dessen Vorstand sei nun deutlich verjüngt. Und das seien beste Voraussetzungen für einen solchen Schritt.

WiA-Mitglieder zeigen Desinteresse an Vereinsarbeit und Vereinsaktionen

„Dazu kommt, dass wir als Vorstand von WiA in den letzten Monaten ein deutliches Desinteresse seitens der Mitglieder verzeichnen.“ Dies könne man am Feedback auf Mails, an der Resonanz auf Planung und Durchführung von WiA-Aktionen und nicht zuletzt an der Teilnehmerzahl an Sitzungen ablesen.

Angesichts dieser Gemengelage mache der vorgeschlagene Fahrplan zum Aufgehen von WiA in den Verkehrsverein absolut Sinn. „Weil es effektiv sein wird.“

Leserkommentare (0) Kommentar schreiben