Arbeitslosigkeit

Weniger Arbeitslose im März in Arnsberg und Sundern

Sowohl in Arnsberg als auch in Sundern waren im März 2020 weniger Menschen auf der Suche nach Arbeit – doch die Statistik bezieht sich nur auf die erste Monatshälfte...

Sowohl in Arnsberg als auch in Sundern waren im März 2020 weniger Menschen auf der Suche nach Arbeit – doch die Statistik bezieht sich nur auf die erste Monatshälfte...

Foto: Martin Möller / WAZ FotoPool

Arnsberg/Sundern.  Die wirklichen Folgen für den Arbeitsmarkt können frühestens ab dem nächsten Monat bilanziert werden – im März gab es weniger Jobsuchende.

Die Coronakrise hat den heimischen Arbeitsmarkt im März offenbar noch nicht negativ beeinflusst: Sowohl in Arnsberg als auch in Sundern waren im März 2020 weniger Menschen auf der Suche nach Arbeit als im Februar 2020. Von Januar auf Februar war die Zahl der Jobsuchenden hingegen noch leicht angestiegen. Die Zahlen für März im Überblick:

Die monatliche Bilanz der zuständigen Agentur für Arbeit ­Meschede/Soest weist 79 Abgänge in Arnsberg und neun in Sundern aus.

In Arnsberg sind Ende März 2567 Personen arbeitslos gemeldet, im Februar wurden 2646 Jobsuchende gezählt. Die Arbeitslosenquote (Basis: alle zivilen Erwerbspersonen) liegt Ende März 2020 bei 6,2 Prozent, Ende Februar 2020 lag sie bei 6,4 Prozent.

Leichter Rückgang in Sundern

In Sundern suchten im März 597 Menschen Arbeit; neun weniger als Ende Februar 2020 (da waren es noch 606). Die Arbeitslosenquote an der Röhr (Basis ­alle zivilen Erwerbspersonen) liegt Ende März 2020 bei 3,7 Prozent – unverändert im Vergleich zum Vormonat.

Corona-Folgen erst später messbar

„Wir alle durchleben gerade bewegte Zeiten. Die Corona-Krise hat unser Leben und unseren Alltag in großem Umfang verändert. Deshalb sieht auch unser Arbeitsmarktbericht dieses Mal anders aus als sonst. Die wirklichen Folgen für den Arbeitsmarkt können wir frühestens ab dem nächsten Monat bilanzieren, denn der Stichtag, also der Tag, an dem wir die Daten für den Berichtsmonat März erhoben haben, war der 12. März. Das war vier Tage, bevor die Ausbreitung des Virus und in der Folge die Maßnahmen der Politik die wirtschaftlichen Aktivitäten stark eingeschränkt haben. An diesem 12. März hatte die bis dahin einsetzende Frühjahrsbelebung die Arbeitslosigkeit in unserem Agenturbezirk um 236 Personen sinken lassen“, so Oliver Schmale, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Meschede/Soest, zur aktuellen Entwicklung.

„Derzeit greifen sehr viele Betriebe auf Kurzarbeit zurück. Aktuell gehen wir davon aus, dass die Zahl der Kurzarbeiter in der Spitze erheblich höher ausfallen wird als vor 12 Jahren in der Finanzkrise. Eine stabile Datenbasis liegt uns für die Zahl der Kurzarbeiter noch nicht vor.“, so Schmale weiter.

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