Masterplan Sport

Stellenwert des Arnsberger Sports soll steigen

Masterplan Sport: Besucher der Auftaktveranstaltung.

Masterplan Sport: Besucher der Auftaktveranstaltung.

Arnsberg.   100 Besucher im Kulturzentrum Hüsten bei Auftaktveranstaltung des Arnsberger Sportentwicklungsprojekts. Stellenwert des Sports soll höher werden.

Ein Satz hallt nach. „Wir wollen den Stellenwert des Sports in Arnsberg erhöhen“, sagt Wolfgang Schabert vom Institut für kooperative Planung und Sportentwicklung (IKPS) zum Abschluss der Auftaktveranstaltung des Prozesses „Masterplan Sport“ im Kulturzentrum Hüsten.

Rund 100 Besucher - viele aus Vereinen und auch aus Politik - waren gekommen, um sich das Konzept und die Zielsetzungen des Masterplans Sport erklären zu lassen. Stichworte wie Bedarfsanalyse, Bestandsaufnahme und Kooperative Planung umschreiben das, worum es gehen wird: Das Angebot, die Struktur, die Sportstätten und die Organisation des Sports in Arnsberg zu analysieren, zu überdenken und an den entscheidenden Stellschrauben zu optimieren. „Es ist eine Chance für alle“, sagt Bürgermeister Ralf Bittner bei der Begrüßung, „und es geht nicht um Konkurrenz zwischen Vereins- und Individualsport“.

Das Plenum ist gefragt. Jan Ovelgönne, Sprecher der Grünen in Arnsberg, fragt, wie gewährleistet werden soll, dass auch der nicht-organisierte Sport Gehör findet, und hört, dass viele Wege der Beteiligungen angeboten und auf verschiedenen Kanälen kommuniziert werden sollen.

Volker Buchmann, Übungsleiter beim TV Herdringen, stellt fest, dass „für nicht vereinsgebundene Sportler quasi nicht möglich ist, in eine Halle zu kommen“. Der Trainer fragt nach multifunktionalen Sportanlagen für Jedermann wie dem Ahorn-Sportpark in Paderborn. Mehr Flächen für Breitensport für Jedermann wünscht sich auch Michael Küsgen, eigentlich Pressewart des LAC Veltins Hochsauerland, in einer kleinen Podiumsrunde. Hier betont Laura Hieronymus, 2. Vorsitzende des Stadtsportverbandes, dass „sich auch viele Vereine in der Stadt auf den Weg machen, sich zukunftsfähig aufzustellen“. Sie warnt vor Ungleichbehandlungen im Rahmen des Masterplans. „Kein Verein, keine Sportart, sollte sich zurückgelassen fühlen“, sagt sie.

Der Fußballfunktionär Michael Ternes aus Arnsberg wünscht sich, dass neben den schriftlichen Vereinsbefragungen, vielleicht doch besser auch ein kompletter Workshop-Tag für Vereine angeboten werden könnte. Hier wären die Vereine noch besser einzubinden.

Der Masterplan Sport in Arnsberg soll ein offener Beteiligungsprozess sein. Dafür steht auch eine Befragung von 4000 Arnsberger Bürgern ab 10 Jahren, die noch vor den Sommerferien stattfinden soll. „Der spannendste Teil ist die kooperative Planung“, sagt Wolfgang Schabert. In vier Arbeitssitzungen sollen Experten, Vereinsvertreter, Individualsportler und Bildungsträger Ergebnisse erarbeiten.

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