Erziehung

Stadt Arnsberg stockt das Personal für Kitas auf

Der Ausbau der Kita-Plätze im Arnsberger Stadtgebiet steuert auf die Marke der 175 zu – gebraucht werden insgesamt 400. Zudem musste mit der  Kita Pusteblume in Hüsten (Bild) ein Ersatzbau für die Kita am Karolinen-Hospital geschaffen werden. Kinder und Erzieherinnen sind in der Kita Pusteblume  bereits eingezogen.

Der Ausbau der Kita-Plätze im Arnsberger Stadtgebiet steuert auf die Marke der 175 zu – gebraucht werden insgesamt 400. Zudem musste mit der Kita Pusteblume in Hüsten (Bild) ein Ersatzbau für die Kita am Karolinen-Hospital geschaffen werden. Kinder und Erzieherinnen sind in der Kita Pusteblume bereits eingezogen.

Foto: Katrin Clemens

Arnsberg.  In Arnsberg müssen mehrere hundert Betreuungsplätze in Kitas und bei Tagesmüttern geschaffen werden – dazu ist auch zusätzliches Personal nötig.

Der Ausbau der Betreuungsplätze in Arnsberg geht voran. Nun steuert die Stadt auch beim Personal weiter nach.

Im Haushalt für das Jahr 2020 sind sieben Planstellen für die Waldkita in Wennigloh und die zusätzliche Gruppe in Herdringen vorgesehen sowie zwei Springerstellen. 28 bislang befristete Erzieher-Stellen sollen zudem entfristet werden.

Die Befristungen waren in der Vergangenheit angesichts der städtischen Haushaltslage gewählt worden, sie machten es aber deutlich schwerer dringend benötigtes neues Personal zu gewinnen, argumentierte Jugendamtsleiter Michael John in der jüngsten Sitzung des Jugendhilfeausschusses.

Pauschale Vergütung für Tagesmütter

Ebenfalls dringend benötigt seien die beiden geplanten Springerstellen. Denn die Stadt will bei krankheitsbedingten Ausfällen keinen so starken Personalmangel riskieren, dass zeitweise einzelne Gruppen geschlossen werden müssten, weil die Erzieher fehlen.

„Wir sind bei Krankheitswellen in diesem Jahr schon absolut ans Limit gekommen“, so John, da es im Kita-Bereich einen „relativ hohen Krankenstand“ gebe. Das Ziel sei es für die Zukunft ein besseres Gesundheits- und Personalmanagement aufzubauen.

Etwa eine halbe Million Euro solle zudem für eine Projektstelle bereitgestellt werden, um die Plätze bei Tagesmüttern auszubauen, erklärte John den Ausschussmitgliedern. Geplant sei auch eine pauschalisierte Vergütung für die Tagesmütter und ein System, das ihnen gegenseitige Vertretungen ermöglichen soll, um die Betreuungszeiten auch bei Urlaub, Krankheit etc. gewährleisten zu können.

Mehr als 100 Plätze fehlen noch

Lob bekam die zuständige Mitarbeiterin Cornelia Thiel-Kodalle für den Ausbau der Betreuungskapazitäten in diesem Jahr um 175 Kita-Plätze sowie 84 neue Plätze in der Kindertagespflege. Die 175 neuen Kita-Plätzen wurden beziehungsweise werden aktuell noch geschaffen in Hüsten, Moosfelde und Unterhüsten, Alt-Arnsberg und Herdringen.

Zu Beginn des Jahres fehlten insgesamt 400 Betreuungsplätze für Kinder von 0 bis 6 Jahren im Stadtgebiet. Im kommenden Jahr soll der Ausbau weitergehen, denn es fehlen weiterhin noch mehr als 100 Betreuungsplätze.

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