Betreuungs-Einrichtung

Neue Tagespflege in alter Neheimer Villa

Mit den Bauplänen vor der früheren Villa Bätgen an der Stembergstraße: (von links) Michael Nölle (Büro Wellie), Sandra Luckey, Robert Mazur, Antje Davidovic (alle drei Provita) und Architekt Erich Wellie

Mit den Bauplänen vor der früheren Villa Bätgen an der Stembergstraße: (von links) Michael Nölle (Büro Wellie), Sandra Luckey, Robert Mazur, Antje Davidovic (alle drei Provita) und Architekt Erich Wellie

Foto: Martin Schwarz

Neheim.  Eine neue Provita-Betreuungseinrichtung mit 14 Tagespflegeplätzen und zwölf Wohngemeinschäftsplätzen entsteht an der Neheimer Stembergstraße.

Eine neue Betreuungseinrichtung mit Tagespflege und Wohngemeinschaften entsteht zurzeit an der Neheimer Stembergstraße in der ehemaligen Villa Bätgen, die nun mit einem Neubau nebenan kombiniert wird. Bauherr und Betreiber der neuen Einrichtung ist das heimische Unternehmen Provita, das bereits seit vielen Jahren betreutes Wohnen, Tages- und Kurzzeitpflege für Senioren sowie häusliche Krankenpflege anbietet.

„Der Bedarf an Pflege ist so groß, dass wir unser Angebot an Tagespflegeplätzen um 14 Plätze erweitern und darüber hinaus bei Provita erstmals zwölf Wohngemeinschafts-Plätze schaffen wollen“, erklärt der geschäftsführende Gesellschafter von Provita, Robert Mazur, das Bauvorhaben. Bereits im vergangenen Mai 2019 wurde an der Neheimer Stembergstraße 18 mit den Bauarbeiten begonnen, Baufertigstellung soll im 2. Quartal 2020 sein.

Bei Planung und Umsetzung des Bauprojekts legt das Neheimer Architekturbüro „Wellie Architekten Partner“ Wert darauf, dass die besondere Atmosphäre der 1937 errichteten, prächtigen Villa Bätgen erhalten bliebt. „Die Raumstruktur, insbesondere im Erdgeschoss mit dem großen Wohnzimmer mit Blick in den Garten mit Terrasse sowie im Obergeschoss die große Dachterrasse, bleibt bestehen“, betont der planende Architekt Erich Wellie. Im Erdgeschoss des Altbaus wird die Tagespflege untergebracht, im Obergeschoss entstehen Gemeinschaftsräume (Aufenthaltsraum, Küche etc.) für die zwölf Wohngemeinschaftsplätze, die es im separaten Neubau nebenan geben wird. Neubau und Altbau werden durch einen großzügig verglasten, zweigeschossigen Übergang verbunden

Angebot auch für jüngere Menschen

„Mit den zwölf Wohngemeinschaftsplätzen wollen wir uns auch an jüngere Menschen richten, die eine Betreuung benötigen“, berichtet Sandra Luckey, Assistentin der Geschäftsleitung bei Provita. Gleichzeitig will Sandra Luckey aber keineswegs ältere Menschen von einem WG-Platz ausschließen. „Wir müssen sehen, wie die einzelnen Interessenten zueinander passen.“ Sollten WG-Bewohner eine Palliativversorgung benötigen, werde dies Provita in dem Neubau sicherstellen.

Mit der neuen Einrichtung an der Stembergstraße wird Provita etwa 15 neue Arbeitsplätze in Voll- und Teilzeit schaffen. Provita selbst ist in den vergangenen Jahren stark gewachsen. Zurzeit sind für Provita insgesamt 180 Mitarbeiter/innen ambulant, teilstationär und stationär tätig. Schon heute bietet Provita betreutes Wohnen in zwei Einrichtungen am Herbeckeweg in Neheim sowie drei Tagespflege-Einrichtungen, zwei davon in Neheim und eine in Ense, an. Hinzukommen ein ambulanten Pflegedienst, den mittlerweile 500 Personen in Anspruch nehmen, sowie ein Pflegeheim mit 54 Plätzen in Ense-Bremen. Außerdem werden 25 Personen in neuen Privatwohnungen an der Annastraße hinter dem Neheimer Postgebäude betreut.

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