Pfadfinder

Neheim: Pfadfinder-Stamm feiert das 70-jährige Bestehen

Lecker! Beim Jubiläum der Neheimer Pfadfinder gab es auch etwas auf die Gabel.

Lecker! Beim Jubiläum der Neheimer Pfadfinder gab es auch etwas auf die Gabel.

Foto: Thomas Nitsche

Neheim.  70 Jahre, aber immer noch munter wie in Zeiten der Gründung: Die Neheimer Pfadfinder pflegen ein reges Stammesleben.

Die Pfadfinder Neheim feierten am Wochenende das 70-jährige Jubiläum. Zahlreiche Mitglieder und ehemalige Pfadfinder waren zum Fuß der Wiedenbergkapelle gekommen, um gemeinsam diesen Tag zu begehen. Dabei wurden viele Erinnerungen geweckt.

Am 1. März der Deutschen Pfadfinderschaft Sankt Georg beigetreten

Bereits 1945 hatte die katholische Pfarrjugend auf dem Totenberg eine eigene Gruppe. Ihr Patron war St. Christopherus.

Die Vereinigung trat am 1. März 1949 der Deutschen Pfadfinderschaft Sankt Georg bei. Die Neheimer Pfadfindergruppe hieß nun Stamm St. Christopher.

Aus den bisherigen vier Gruppen entstanden die Meute (7-10 Jahre), der Jungpfadfindertrupp (11-13 Jahre) und die Leiterrunde.

Alter Bunker wird zum Pfadfinderheim

Die Leitung des neuen Stammes hatten Andreas Ebel und Vikar Weber. Hans Braukmann übernahm zwei Jahre später die Leitung des Neheimer Stamms. Er hatte einen maßgeblichen Anteil am Aufbau der Gruppe.

Mit der damaligen Stadt Neheim-Hüsten wurde ein Pachtvertrag abgeschlossen und der Stamm konnte das Gelände um das Heim nutzen und später erwerben. Der ehemalige Bunker wurde in Eigenleistung zum Pfadfinderheim umgebaut.

Der letzte Bauabschnitt wird 1955 durch den Landeskuraten der Pfadfinder eingeweiht

Mit Hilfe der Eltern, Spenden der Firmen und Eigenarbeit der Jugend, konnte der letzte Bauabschnitt im Mai 1955 durch den Landeskuraten eingeweiht werden. Eine Ausstellung über das Pfadfindertum und ein Zeltlager gaben der Einweihung einen passenden Rahmen und gewährten einen Einblick in die pfadfinderische Tätigkeit.

Der Vorstand des Neheimer Stamms war Initiator für die Gründung von Stämmen in Hüsten, Bruchhausen, Arnsberg, Freienohl, Balve, Voßwinkel und Wickede. Diese Stämme bildeten bald den Gau Sauerland. Die Neheimer Gruppe ist in diesem Bezirk die älteste Gruppierung.

Die Jubiläumsfeier begann mit Feldgottesdienst an der Wiedenbergkapelle

Die Jubiläumsfeier begann am Nachmittag mit einem Feldgottesdienst an der Wiedenbergkapelle, den Vikar Benedikt Kickum hielt.

Die weiteren Aktivitäten wurden am Pfadfinderheim fortgesetzt. Die einzelnen Altersstufen hatten in aufgestellten Jurten - das traditionelle Zelt der Nomaden - zahlreiche Spiele für die Kinder vorbereitet.

Am Lagerfeuer in den großen Zelten kam das Stockbrot bei den Kleinen besonders gut an. Später verweilten die Älteren bei Gitarrenmusik am Lagerfeuer.

In vier Altersstufen unterteilt

Der Neheimer Pfadfinderstamm ist in vier Altersstufen unterteilt: Es gibt die Wölflinge (6 – 9 Jahre), Jungpfadfinder (10 – 13 Jahre), Pfadfinder (13 – 16 Jahre) und die Rover (16 – 21 Jahre).

Die Gruppen treffen sich wöchentlich im Pfadfinderheim. Pro Altersstufe sind im Schnitt drei Leiter dabei. In den Gruppen sind jeweils rund 20 bis 25 Mitglieder.

Rover waren in den Sommerferien im Wanderzeltlager in Schweden

Im Herbst findet jedes Jahr eine große gemeinsame Feier statt. Da wird altersbedingt der Wechsel in andere Stufen gefeiert. Die Altersstufen sind in den Sommerferien unterwegs. Mit zwölf Mitgliedern waren die Rovers in diesem Jahr für eine Woche beim einen Wanderzeltlager in Schweden.

Für die Jungpfadfinder und Pfadfinder ging es eine Woche mit dem Fahrrad durchs Sauerland, die Wölflinge verbrachten ein Wochenende auf einem Ponyhof bei Osnabrück.

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