WP-Schützenkönigin

Muffrika: Jennifer Egert ist Königin mit viel Herzblut

Die werdende Mutter Jennifer Egert aus Muffrika bewirbt sich um den Titel der WP-Schützenkönigin.

Die werdende Mutter Jennifer Egert aus Muffrika bewirbt sich um den Titel der WP-Schützenkönigin.

Foto: Privat

Arnsberg.  Der Königinnen-Titel in Muffrika war für die werdende Mutter Jennifer Egert eine echte Überraschung - missen möchte sie keinen Moment.

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Eine Schützenkönigin mit Herzblut und Spaß an der Sache ist Jennifer Egert von der Schützenbruderschaft St. Hubertus Muffrika. Die 29-jährige Arzthelferin arbeitet in einer Neheimer Hautarztpraxis und hat sich für den Wettbewerb WP-Königin beworben, bei dem sie jetzt auf zahlreiche Stimmen hofft.

„Für mich kam an diesem Morgen alles völlig überraschend“, sagt Jennifer Egert im Gespräch mit unserer Zeitung. Zwar habe ihr Freund Adrian Heitner schon mal vom Vogelabschießen gesprochen, „es wäre schon toll, wenn ich den Vogel abschießen würde, den ich mitgebaut habe“, aber ganz ernst habe sich das nie angehört. Es sollte wie so oft anders kommen.

Spannung auf der Vogelwiese

Nach zwei Tagen Feiern habe der Montag eigentlich ganz unspektakulär begonnen. Adrian sei schon mit dem Tambourcorps der Bürgerschützen auf der Vogelwiese gewesen, sie sei später nachgekommen, erinnert sich Jennifer Egert an diesen bedeutsamen Morgen. Anfangs hätten noch zahlreiche Schützen, darunter auch ihr Freund, mitgeschossen, spätestens als der Vogel immer kleiner wurde, habe sich das Feld der Bewerber gelichtet.

„Irgendwann schoss Adrian den linken und rechten Flügel ab, nach einer Schießpause standen nur noch er und Sven Lutze an den Gewehren, da wusste ich Bescheid“, erinnert sich Egert, die bis dahin ganz ruhig zugeschaut hatte.

Da sie schwanger ist, „ich bin heute im sechsten Monat“, habe sie sich auch nicht aufregen wollen, aber trotzdem das Vogelschießen mit dem Handy gefilmt. „Oh, gleich fällt der Vogel runter“ hätten plötzlich alle um sie gerufen - und schon war es geschehen.

Unvergessliche Momente

Adrian Heitner hatte um 14.24 Uhr mit dem 631. Schuss den Vogel aus dem Kugelfang geholt: „Ich wusste gar nicht so schnell, wo ich mein Handy hintun sollte und habe mich dann energisch durch die zahlreichen Gratulanten nach vorne geschoben.“

Ein wunderschöner und unvergesslicher Moment sei dann wenig später die Proklamation auf dem Ehren-Podium gewesen, danach wurde bis in den späten Abend auf dem Festplatz im Seufzertal gefeiert. Um kurz vor Mitternacht sei dann Schluss gewesen, „das reichte auch, denn ich war von früh an auf den Beinen“.

Und das Fazit der Königin aus Muffrika: „Einfach nur klasse, ich habe bisher keine Minute bereut“. Das glaubt man der sympathischen jungen Frau und bald Mutter aufs Wort.

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