Wald

Neheimer Schnadegang mit 95 Teilnehmern

Rund 95 Teilnehmer machen sich auf Einladung des Jägerverein Neheim auf den Weg, die Neheimer Stadtgrenzen zu kontrollieren.

Rund 95 Teilnehmer machen sich auf Einladung des Jägerverein Neheim auf den Weg, die Neheimer Stadtgrenzen zu kontrollieren.

Foto: Frank Albrecht

Neheim.  Stadtförsterin Petra Trompeter erklärt den Neheimer beim Schnadegang die Folgen des Borkenkäfer-Befalls im Stadtwald.

Sonne satt und eine große Motivation bei den Teilnehmern: Insgesamt 95 beteiligten sich am Samstag an der traditionellen Kontrolle der Grenzen des Stadtteils. Die 3. Kompanie des Neheimer Jägervereins hatte zur Teilnahme gerufen und war am Treffpunkt in der Neheimer Fußgängerzone erfreut über die große Resonanz. Nach einer musikalischen Einstimmung durch Mitglieder des Bläserchors der Neheimer Jäger konnte Andreas Hennecke vom Jägerverein das Startsignal geben.

Ganz besonders freute man sich über die Teilnahme des amtierenden Jäger-Königspaares, Ingo Kulling und Sonja Beringhoff, sowie des Ehrenobersten Hubert Cloer mit Ehefrau Gisela. Auch das Jugendkönigspaar der Jäger, Andreas Köthe und Larissa Braun, ließen sich die Teilnahme nicht nehmen. „Wir haben diesmal eine Strecke von rund neun Kilometern ausgewählt“, erzählt Andreas Hennecke, stellvertretender Kompanieführer, der die Strecke und den Ablauf der Heimatveranstaltung vorbereitet hat. So habe man eine Strecke gewählt, die für das altersgemischte Publikum gut geeignet sei.

Durch das Schwiedinghauser Feld, vorbei am 1220, führte die Schnadestrecke durch die „Taufe“ bis nach Dreihausen. Hier wurde die erste Pause eingelegt, bei der auch rund 20 Neulinge beim Neheimer Schnadegang sanft Kontakt mit dem Schnadestein bekamen und gepohläst wurden. Über das Bergheimer Ohl ging es schließlich wieder zurück zum Fresekenhof.

Neue Ausblicke entstehen

Auf der rund dreistündigen Tour entlang der Grenzen und durch die Natur stand vor allem diese im Fokus. Stadtförsterin Petra Trompeter versorgte die Teilnehmer mit Informationen rund um den Zustand in den heimischen Wäldern. „Der Borkenkäfer prägt dabei schon seit mindestens eineinhalb Jahren meine täglich Arbeit“, so Trompeter.

Und so konnten auch die Teilnehmer am Neheimer Schnadegang mit den Jägern in diesem Jahr nicht an den Folgen vorbeigehen. „Entlang der Schnadestrecke – gerade zwischen Bachum und Dreihausen – sind durch den Befall vieler Bäume mit dem Borkenkäfer ganz neue Ausblicke entstanden“, beschrieb die Stadtförsterin.

Wie immer standen die Geselligkeit und die Pflege der Kontakte im Mittelpunkt der Traditionsveranstaltung. Besonders gepflegt wurden diese beim gemeinsamen Abschluss nach neun Kilometern Grenzkontrolle bei Spätsommer-Sonne. Am Fresekenhof hatten fleißige Helfer des Jägervereins schon alle Vorbereitungen getroffen und bei deftiger Erbsensuppe und kühlen Getränke wurde alle eine passende Stärkung gereicht.

Insektenhotel am Fresekenhof

Am Fresekenhof übergab die 3. Kompanie des Jägervereins zum Abschluss des Schnadegangs auch das erste Insektenhotel. „Davon sollen in den nächsten Jahren noch einige aufgestellt werden“, so Mario Schüppstuhl. Überhaupt habe sich „die Dritte“ beim Jägerverein die Pflege und Instandhaltung des Fresekenhofs zu eigen gemacht und wollte mit dem ersten Insektenhotel, das aus Mitteln der Kompanie sowie mit Unterstützung des Grünen Warenhauses angeschafft wurde, Zeichen setzen.

„Der Schutz der Bienen ist dabei ein stets aktuelles Thema“, so Kompaniemitglied Axel Bittis. Als älteste Teilnehmerin wurde auch in diesem Jahr wieder die Neheimerin Helga Gosselke (87) ausgezeichnet. Jüngste Kontrolleurin war die Jäger-Kinderkönigin Lisa Rump mit sechs Jahren. Beide durften sich über je ein Glas „Jäger-Honig“ freuen.

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