Radsport

Arnsberger Gerichtspräsident radelt quer durch die Schweiz

Zielankunft in Pfunds: Andreas Serwe, Detlev Höhner, Uwe Müller und Peter Clemen (von links) haben es auf dem Fahrradsattel über die Alpen geschafft.

Zielankunft in Pfunds: Andreas Serwe, Detlev Höhner, Uwe Müller und Peter Clemen (von links) haben es auf dem Fahrradsattel über die Alpen geschafft.

Foto: Privat

Arnsberg.  Der Präsident des Arnsberger Landgerichts radelt mit Gleichgesinnten über Schweizer Alpenpässe und bewältigt 9450 Höhenmeter.

Parallel zur Tour de France hatte sich der Präsident des Landgerichtes Arnsberg, Peter Clemen, mit drei gleichgesinnten Freunden per Rennrad auf den Weg gemacht, die Pässe der Schweiz zu meistern.

Beim Durchqueren der Alpenrepublik von West nach Ost wurden von den geübten Amateuren, alle zwischen 55 und 60 Jahren, insgesamt 9450 Höhenmeter bewältigt. Wen soll man da mehr bewundern, die Profis der Tour de France oder die vier Amateure des Radsports? Diese starteten von Genf aus und fuhren am ersten Tag durch das Rhonetal bis Bex, weiter über den Nufenenpass nach Airolo.

Von dort quälten sich die Vier über die historische Straße, die „Tremola“ hinaus zum Sankt Gotthard. Dieser Passanstieg wurden in den 1920er Jahren erschlossen und blieb bis heute - viele enge Serpentinen, schmal und kopfsteingepflastert - in seinem Urzustand. „Diese Strecke war eine von den vielen wunderbaren, die uns am meisten begeistert hat“, schwärmt Peter Clemen.

Von Pannen verschont

Alle Anstiege waren anstrengend, die Talfahrten eher gefährlich. Jedoch blieb die Gruppe sowohl von Unfällen als auch von Pannen verschont. Vom St. Gotthard ging es talwärts nach Andermatt, um anschließend den Oberalppass zu erklimmen.

„Dort oben staunten wir nicht schlecht, als wir an der Quelle eines Rheinarmes einen Leuchtturm erblickten. Des Rätsels Lösung: Er war von Holländern als Nachbau des Leuchtturms, der am Rheindelta steht, erbaut worden“, erklärt Clemen. Er soll den Beginn des Rheins demonstrieren, der nach 1320 Kilometern in den Niederlanden in die Nordsee mündet.

Weitere kräftezehrende Bergetappen, wie die über den Lukmanier-Pass und die Königsetappe auf den San Bernardino mit 2269 Höhenmetern schlossen sich an. „Sieben unvergessliche Tage schönster Anstrengung“, schwärmt Peter Clemen mit leuchtenden Augen.

Pläne für Deutschlandtour

Wie können Amateure diese Leistung erbringen? Ohne Training nicht. So fährt er mal eben des Morgens von seinem Wohnort Dortmund über den Ruhrtalradweg die 50 Kilometer zu seiner Dienststelle, dem Landgericht Arnsberg. In gleicher Weise trainieren seine drei Radsportfreunde.

Solche Trainingseinheiten sind nötig, denn Peter Clemen hat bereits eine Tour ähnlicher Art im Sinn. Er will in 2020 Deutschland durchqueren, von Süd nach Nord, von Garmisch bis Flensburg.

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