Auferstehungskirche

Arnsberger Auferstehungskirche bis September 2020 Baustelle

Die Auferstehungskirche ist derzeit eingerüstet.

Die Auferstehungskirche ist derzeit eingerüstet.

Foto: Wolfgang Becker / WP

Arnsberg.  Die Umgestaltung der Arnsberger Auferstehungskirche dauert länger als geplant – sorgt aber für neue ökumenische Impulse.

Die Auferstehungskirche am Arnsberger Neumarkt trägt seit einiger Zeit ein „neues Gewand“ – sichtbares Zeichen für den gestarteten Um- und Ausbau zum Gemeindezentrum. Das ehrgeizige Ziel – Fertigstellung bis Ostern 2020 – wird sich in den Spätsommer verschieben; doch darüber ist niemand wirklich böse, denn das Bauvorhaben liefert willkommene Impulse für die Ökumene, wie Johannes Böhnke im Gespräch mit der WP berichtet.

Niemand muss auf der Straße stehen

„Wir werden den geplanten Termin wohl nicht schaffen“, so Böhnke, Pfarrer der evangelischen Kirchengemeinde Arnsberg, „aber spätestens im September 2020 soll unsere Kirche umgestaltet und bezugsfertig sein.“ Doch niemand müsse sich Sorgen machen, für einige Wochen buchstäblich auf der Straße zu stehen: Nach guten Gesprächen mit Propst Hubertus Böttcher und Vertretern der Norbertusgemeinde wurde eine Lösung gefunden. „Bleibt solange, bis ihr fertig seid“, lautet die Botschaft der katholischen an ihre evangelischen Glaubensbrüder und -schwestern.

Wie berichtet, dürfen die „Evangelen“ die Infrastruktur der Nachbargemeinde nutzen – „verbunden mit wunderbaren Erfahrungen“, meint Johannes Böhnke, „erst kürzlich wieder beim gemeinsamen Gemeindefest“. Inzwischen hat auch ein ökumenischer Initiativkreis erstmals getagt. „Das ist ein Segen, den man gern mitnimmt“, freut sich der Seelsorger; und hofft natürlich, dass die guten Beziehungen auch dann weiter ausgebaut werden, wenn die Auferstehungskirche fertig gestellt ist. Womit wir wieder beim Gotteshaus sind. Über den Stand der Baumaßnahme informiert Martin Bäumker, Diplom-Ingenieur und Architekt beim beauftragten Büro „Architekten Boländer & Hülsmann GbR“ mit Sitz in Bochum:

Die Arbeiten zur Fassadensanierung sind grundsätzlich in zwei Phasen geplant; die erste Phase (Nord- und Westfassade sowie Teile der hofseitigen Fassadenflächen) ist zurzeit in Arbeit. Die Zweiteilung wurde gewählt, um die Flächen des späteren Anbaus vorgezogen zu sanieren, so dass nach Abbau der Einrüstung im Hofbereich dort die notwendigen Ausschachtungen und die Erstellung des Neubaus erfolgen können.

Orgel wird abgebaut

In der ersten Phase der Fassadensanierung sind Erneuerung der Dachrinnen und Anschluss des Schieferdaches bereits erfolgt. Parallel finden im Kircheninnenbereich erste Arbeiten zu den dort geplanten Umbaumaßnahmen statt (u. a. Demontage der Orgel für werkstattmäßige Überarbeitung). An verschiedenen Stellen der Fassade wurde eine Schichtfolgeuntersuchung der Putz- und Holzoberflächen durchgeführt – Grundlage für die Neugestaltung der Fassade.

Die untere Denkmalschutzbehörde ist in alle relevanten Arbeitsschritte mit einbezogen, ebenso in die Entscheidungsfindung zur Neugestaltung. Aktuell werden die eingerüsteten Fassadenflächen für die Instandsetzung vorbereitet – nach Reinigung ist eine Voruntersuchung der Festigkeit und Beschaffenheit der Putzflächen, Gesimse, Leibungen, etc erforderlich. Der nächste Arbeitsschritt besteht aus dem Abtragen der maroden Putzpartien, dann folgt der Neuaufbau in denkmalschutzgerechter Art und Weise.

Finanzierung voll im Kostenrahmen

Insgesamt ist beabsichtigt, den ersten Sanierungsabschnitt im Herbst 2019 abzuschließen, dann kann der Umbau der Einrüstung auf die zweite Hälfte der Kirchenfassade sowie den Kirchturm erfolgen. Die zweite Hälfte der Kirchfassadensanierung soll ebenso wie die Erstellung des Anbaus sowie einiger Umbaumaßnahmen im Kircheninnenbereich im Herbst 2019 beginnen, die Fertigstellung der Kirchfassadensanierung ist noch in 2019 geplant.

Und wie sieht es finanziell aus? „Die meisten Aufträge sind vergeben, wir liegen derzeit voll im – vertraglich abgesicherten – Kostenrahmen“, gibt Pfarrer Böhnke Auskunft. Lediglich wenn es im Frühjahr 2020 für den Anbau „in die Erde geht“, könnten noch Probleme auftreten. Aber, wie heißt es so schön? Das liegt wohl in Gottes Hand...

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