Polizei

Arnsberg: Verdacht auf Brandstiftung - 66-Jähriger in U-Haft

Noch während der Löscharbeiten konnte die Polizei den Verdächtigen festnehmen. Er war einem zufällig vorbeikommenden, nicht im Dienst befindlichem Polizisten aufgefallen.

Noch während der Löscharbeiten konnte die Polizei den Verdächtigen festnehmen. Er war einem zufällig vorbeikommenden, nicht im Dienst befindlichem Polizisten aufgefallen.

Foto: Wolfgang Becker

Arnsberg.  Schneller Fahndungserfolg nach dem Brand im Haus Görtz. Der Festgenommene ist einschlägig bekannt und hat möglicherweise weitere Brände gelegt.

Nach dem Brand im Haus Görtz an der Hüstener Straße konnte die Polizei - wie berichtet - am Montagabend direkt am Brandort einen 66-jährigen Mann festnehmen. Der Arnsberger steht im Verdacht, mindestens einen weiteren Brand gelegt zu haben. Das Amtsgericht erließ am Dienstag Haftbefehl.

Bei der Festnahme des 66-Jährigen half auch Kommissar „Zufall“ mit:

Noch vor dem Eintreffen der Feuerwehr-Einsatzkräfte fuhr ein Polizeibeamter in seiner Freizeit an dem Haus Görtz, einer früheren Gaststätte, vorbei und bemerkte in unmittelbarer Nähe den Tatverdächtigen. Denn dieser war bereits mehrfach wegen Brandstiftungsdelikten in Erscheinung getreten und daher polizeilich bekannt. Zudem wird gegen den Mann seit längerer Zeit intensiv ermittelt.

Ein Beamter entdeckt den polizeibekannten Mann zufällig in Tatortnähe

Der nicht im Dienst befindliche Beamte alarmierte darauf hin unverzüglich seine Kollegen. Die Leitstelle in Meschede leitete eine Fahndung ein, die dann zum schnellen Erfolg führte: Der 66-Jährige konnte noch auf der Hüstener Straße in unmittelbarer Tatortnähe aufgefunden werden.

Der alkoholisierte Mann, so Polizei und Staatsanwaltschaft in einer gemeinsamen Erklärung, widersetzte sich dann aber den Aufforderungen der Beamten, zeigte sich uneinsichtig, versuchte zu flüchten und musste schließlich zu Boden gebracht werden.

Dabei wurden ihm auch Handfesseln angelegt. In der Polizeiwache wurde ihm schließlich eine Blutprobe entnommen.

Der 66-Jährige steht auch in Verdacht, Müllcontainer angesteckt zu haben

Neben dem Brand in der ehemaligen Gaststätte steht der 66-Jährige auch im dringenden Tatverdacht, am 28. April 2020 mehrere Müllcontainer an der Heinrich-Lübke-Straße in Hüsten angesteckt zu haben. Nur durch das schnelle Eingreifen der Feuerwehr konnte damals ein Übergreifen der Flammen auf das Gebäude eines angrenzenden Supermarkts verhindert werden.

Ob der Festgenommene möglicherweise weitere Brände gelegt hat, ist nun Gegenstand der andauernden Ermittlungen. Derzeit befindet sich der Mann in Untersuchungshaft. Er soll nach Informationen unserer Zeitung auch bereits einschlägig vorbestraft sein.

Im Haus entdeckter Obdachloser hat nichts mit dem Brand zu tun

Zur Erinnerung: Am Montag wurde die Feuerwehr gegen 20.30 Uhr zu der ehemaligen Gaststätte zwischen Arnsberg und Niedereimer gerufen. Im ehemaligen Gastraum brannten mehrere Möbel und Unrat. Das Feuer hatte sich zudem bereits auf das Obergeschoss ausgebreitet.

Bei der Absuche nach möglichen Personen im Haus stieß die Feuerwehr dann im Keller überraschend auf einen obdachlosen Mann. Dieser hatte sich das leerstehende Haus als regelmäßigen Schlafplatz ausgesucht. Er blieb bei dem Brand unverletzt, was aber auch hätte anders ausgehen können.

Der Feuerwehreinsatz selbst dauerte rund zwei Stunden, in dieser Zeit was auch die Hüstener Straße für den Verkehr gesperrt.

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