Einschulung

800 i-Männchen werden in Arnsberg und Sundern eingeschult

Keine Einschulung ohne Schultüte, für i-Männchen ist deren Form und Inhalt wichtiger Bestandteil eines gelungenen ersten Schultages.

Keine Einschulung ohne Schultüte, für i-Männchen ist deren Form und Inhalt wichtiger Bestandteil eines gelungenen ersten Schultages.

Foto: Funke Foto Services

Arnsberg/Sundern.  Vor dem Start in das Schülerleben: Über 800 i-Männchen werden kommende Woche in Arnsberg und Sundern eingeschult.

Das Warten hat ein Ende, der „Ernst“ des Schülerdaseins beginnt: Für insgesamt rund 800 angehende Erstklässler in Arnsberg (ca. 558) und Sundern (254) läuft der Countdown zur Einschulung herunter: Am kommenden Donnerstag, 29. August, starten die „I-Männchen“ offiziell mit dem Lernen, rücken Stundenpläne, Zeugnisse, etc. in den Mittelpunkt ihres Lebens, denn wie heißt es so schön? „Non scholae, sed vitae discimus“ (nicht für die Schule, sondern für das Leben lernen wir...).

Warum eigentlich i-Männchen?

Wir haben bei den Verwaltungen beider Städte nachgefragt, welche Schule wie viele i-Männchen aufnimmt (Infos dazu finden Sie in den beiden Tabellen). Und warum eigentlich „i-Männchen“? Vielleicht, weil Schulanfänger ein langweiliges Wort ist, werden Kinder, die in die Schule starten, häufig so genannt. Die Bezeichnung fußt übrigens darauf, dass früher das „i“ der erste Buchstabe war, den sie lesen und schreiben gelernt haben.

Apropos Lesen und Schreiben – einige Schulanfänger mögen schon bis Zehn zählen und den eigenen Namen schreiben können; „verpflichtend“ ist das aber nicht. Es sei eine zentrale Aufgabe der Schule, Kindern das klassische Rechnen, Schreiben und Lesen in ihrem eigenen Tempo beizubringen, meinen immer mehr Fachleute. Wichtiger sei zum Schulbeginn, wie sich die Kinder in der Gruppe verhalten.

Gewisse Regeln des Zusammenlebens kennen die meisten angehenden Erstklässler aber bereits aus dem Kindergarten, so dass Erziehungsberechtigte auch bei diesem Aspekt gelassen bleiben sollten. Primäres und gemeinsames Ziel von Eltern und Lehrern muss sein: „Alle Kinder sollen sich auf die Schule freuen und keine Angst vor dem sogenannten Ernst des Lebens entwickeln.“ Und das nicht nur am ersten Schultag...

Doch damit dieser ein wirklich schöner Tag wird, gilt es, einige Dinge zu beachten: Eltern sollten sich unbedingt Zeit nehmen und ihren Spross am ersten Schultag begleiten. Eine kleine Feier – am besten zusammen mit Großeltern, Geschwistern und Freunden – bietet sich an.

Mama und Papa sollten nicht schon vor dem Beginn der Schulzeit Leistungsdruck aufbauen; statt­dessen lieber mit dem Nachwuchs über die Schule und die Möglichkeit, dort viel zu lernen, neue Freunde zu finden und viele spannende und interessante Dinge zu erleben sprechen. Und denken Sie an Schultüte und Schulranzen; die müssen kein Vermögen kosten, sollten aber pfiffig und „trendy“ sein.

„Trendy“ ist auch die Grundschule – obwohl diese Schulform in diesem Jahr bereits ihren 100. Geburtstag feiert. „In der Grundschule nimmt die persönliche Bildungsbiografie von allen Kindern ihren Anfang, alle Kinder beginnen von einem gemeinsamen Startpunkt und legen gemeinsam die Grundlagen für ihre Schullaufbahn. Viele Erinnerungen an die Schulzeit sind untrennbar mit den ersten Schuljahren in der Grundschule verknüpft“, betont Yvonne Gebauer, Ministerin für Schule und Bildung des Landes NRW.

Weitere Tipps, wie die Einschulung ein Erfolg wird: Was Kinder bei der Einschulung können müssen

Leserkommentare (0) Kommentar schreiben