Geschichte

Wie Grundschüler in Marsberg mehr über ihre Heimat erfahren

Heiner Duppelfeld, Leiter des Museums, und Schulleiterin der Schule am Burghof, Diana Rose, bei der Unterzeichnung des Kooperationsvertrages.

Heiner Duppelfeld, Leiter des Museums, und Schulleiterin der Schule am Burghof, Diana Rose, bei der Unterzeichnung des Kooperationsvertrages.

Foto: Regina Schmidt

Marsberg.   Die Kooperation zwischen der Grundschule am Burghof und dem Museum der Stadt Marsberg ist besiegelt. Worum es in dem Vertrag geht.

Schon seit einigen Jahren arbeiten das Museum der Stadt Marsberg und die Grundschule am Burghof zusammen. Jetzt wurde das Ganze auch schriftlich niedergelegt, im Schulprogramm offiziell aufgenommen und mit einem Kooperationsvertrag besiegelt. Für sämtliche Klassen ist exakt festgelegt, was aus dem Lehrplan künftig steht.

Heimat besonders im Zeitalter der Globalisierung wichtig

Um hierfür bestmögliche Voraussetzungen zu schaffen, wurde bereits im Dezember letzten Jahres der pädagogische Tag des Kollegiums dazu genutzt, zusammen Materialien und Unterrichtsreihen für diese Kooperation zu erstellen und vorzubereiten. Neben den Unterrichtsreihen gibt es z. B. Führungen, Museumsgespräche, Mitmach-Aktionen und Workshops sowie viele weitere individuell zugeschnittene Aktionen.

Folgende Aktivitäten sind ausdrücklich im Vertrag aufgenommen:

  • Das 1. und 2. Schuljahr sollen etwas über das prähistorische Leben anhand der Weißen Kuhle (Nüsen Höhle) und Umgebung erfahren.
  • Das Leben in einer mittelalterlichen Stadt steht für das 2. Schuljahr auf dem Plan.
  • Im 3. und 4. Schuljahr geht es um Karl den Großen, die Sachsen und die Zerstörung der Irminsul, sowie Kaiser Karl und Papst Leo III.
  • Für das 4. Schuljahr wird Obermarsberg in der beginnenden Neuzeit sowie im 30 jährigen Krieg sowie Ausgrabung Thema sein.

Museumsleiter Heiner Duppelfeld weist darauf hin, dass es wichtig sei, ein Museum intensiv zu beleben. „Es müssen ständig junge Leute kommen. Die Zusammenarbeit mit ihnen ist elementar für ihre Identitätsbildung.“ Heimat sei besonders im Zeitalter der Globalisierung ein wichtiges Thema. Schulleiterin Rose fügt hinzu: „Man muss wissen wo man herkommt, damit man weiß, wo man hingeht.“

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