Schmuckstücke

Sie haben schon heiße Zeiten hinter sich

Sabrina Hack, Winfried Dickel und Sarah Hofmann (v.l.) mit einigen Schmuckstücken im Briloner Museum.

Sabrina Hack, Winfried Dickel und Sarah Hofmann (v.l.) mit einigen Schmuckstücken im Briloner Museum.

Foto: WP

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Brilon. Sie sind rund und eckig, groß und klein, schlicht oder auch mit Verzierungen, Ornamenten und bunten Emailleschichten versehen. Als echte Raritäten haben sie schon heiße Zeiten hinter sich. Die Rede ist von alten Guss- und Eisenöfen. Über viele Jahrzehnte waren sie im Briloner Ofenmuseum zu Hause. Doch nach der Schließung vor zwei Jahren findet sich im Museum Haus Hövener kaum noch Platz. Der Grund: Die frühere Besitzerin Wilhelmine Hövener hatte selbst in fast allen Räumen eigene Öfen. Und diese Schmuckstücke befinden sich auch heute noch in der Dauerausstellung - bewundert von den Museumsgästen.

Doch wohin mit den vielen anderen Öfen? Winfried Dickel, Vorsitzender des Briloner Heimatbundes Semper Idem und Vorsitzender des Kuratoriums der Stiftung Briloner Eisenberg und Gewerke – Museum Brilon, möchte einige Exemplare, darunter auch alte Küppersbusch-Herde, an Sammler oder Liebhaber verkaufen. Der Preis, je nach Qualität und Alter, etwa 200 bis 400 Euro. Teilweise bis zu 200 Jahre haben die neun Schmuckstücke, die im Museum zum Verkauf anstehen, auf dem Buckel. Hinzu kommen noch etwa zehn Exemplare, die derzeit woanders gelagert sind. „Die Öfen stammen aus ganz Deutschland. Viele sind irgendwann mal aufgekauft, leider aber nicht archiviert worden, so dass wir nicht genau wissen, woher sie stammen. Sie sind auch nicht für den Gebrauch gedacht, sondern reine Schmuckstücke. Vielleicht könnten sie von Fachleuten aber auch wieder aufgerüstet werden“, so Dickel.

Das Museum möchte sich auf Exemplare konzentrieren, die aus der Region kommen, wie Olsberger Hütte, Briloner Hütte, Theordorshütte und Altenbekener Hütte. Einige Schmückstücke wurden als Leihgabe an öffentliche Einrichtungen wie Heimathaus Hoppecke oder das Forstamt abgegeben. Das Geld für den Ofenverkauf soll der Unterhaltung des Museum zugute kommen. „Und das können wir“, betont Dickel, „gut gebrauchen.“

Verkaufsshop im Museum

Im Museum hat sich auch einiges getan. Ein Verkaufsshop mit Souvenirs, Postkarten und Büchern ist neu hinzugekommen. Zwei junge Damen kümmern sich um Shop und Gäste. Sarah Hofmann (19), die das Team als Angestellte der Stiftung verstärkt, und Sabrina Hack (18), die ein Freiwilliges Jahr in der Denkmalpflege absolviert, sind dabei nicht zu übersehen. Zum einen haben sie Namensschilder, die sie als Museumspersonal ausweisen, zum anderen tragen sie ein einheitliches Outfit (blaue Bluse, Halstuch und Strickjacke). Beide stehen dem Museum für ein Jahr zur Verfügung. Danach geht es ins Studium.

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