Lernen

Schulen schlagen Alarm – Lehrermangel im HSK dramatisch

Allein in der Roman-Herzog-Schule sind derzeit 7,5 Stellen nicht besetzt.

Allein in der Roman-Herzog-Schule sind derzeit 7,5 Stellen nicht besetzt.

Foto: Martin Schutt

Hochsauerlandkreis/Brilon.   Ein Staatssekretär aus dem NRW-Schulministerium hat sich in Brilon über die Lage informiert. In einer Schulform ist die Situation dramatisch.

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Staatssekretär Mathias Richter aus dem NRW-Schulministerium hat auf Initiative von Landrat Dr. Karl Schneider die Roman-Herzog-Schule in Brilon besucht, um vor Ort mit den Leitungen der Förderschulen und dem Hochsauerlandkreis als Schulträger ins Gespräch zu kommen.

Im neuen Schuljahr wird sich Situation weiter negativ entwickeln

In einer Diskussion mit den Schulleitungen der Kreisförderschulen und den Caritasverbänden Arnsberg-Sundern und Meschede ging es hauptsächlich um das Problem, Sonderpädagogen zu finden. Im Hochsauerlandkreis fehlen derzeit an fast allen Förderschulen Sonderpädagogen, in den nächsten Jahren wird diese Zahl wahrscheinlich noch steigen. Allein in der Roman-Herzog-Schule sind derzeit 7,5 Stellen nicht besetzt, im neuen Schuljahr wird sich diese Situation weiter negativ entwickeln.

Kooperation mit Berufsfremden als Lösungsansatz

„Wenn es überhaupt Sonderpädagogen gibt, dann wollen sie nicht unbedingt in den Hochsauerlandkreis kommen“, beschreibt Klaus Mülder als Gastgeber und Leiter der Roman-Herzog-Schule die Situation, „obwohl wir hervorragende Arbeitsbedingungen und ein tolles Kollegium haben.“ Eine Lösung könnte sein, Personal zu qualifizieren, das bereits andere berufliche Ausbildungen hat und damit die Arbeit der Lehrkräfte unterstützen kann. Dieses neue Personal könnte dann in einem multiprofessionellen Team mit den Sonderpädagogen zusammen arbeiten. Diesbezüglich vereinbarten das Schulamt des Hochsauerlandkreises und das NRW-Schulministerium einen weiteren Austausch.

Zusätzlicher Studienplätze für Sonderpädagogik

Staatssekretär Mathias Richter: „Die Landesregierung will das funktionierende Förderschulsystem in NRW erhalten. Dazu muss sich auch die Personalsituation an den Schulen verbessern. Mit der Einrichtung zusätzlicher Studienplätze für das Lehramt Sonderpädagogik gehen wir einen wichtigen Schritt. Auch den Gedanken, zusätzliche Unterstützung durch multiprofessionelle Teams zu leisten, werde ich aufgreifen.“ Zudem haben Lehrkräfte mit einer allgemeinen Lehramtsbefähigung die Möglichkeit, das Lehramt Sonderpädagogik berufsbegleitend zu erwerben. Dafür ist das Programm Vobasof zunächst bis zum Jahr 2023 verlängert.

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