Sport und Spiel

Ninja-Warrior-Parcours für Medebacher Aventura-Spielberg

Kinder, Jugendliche und Erwachsene können sich demnächst auf dem Spielberg auf deutlich mehr Geräten austoben als bisher. Dabei können Sportliche auch große Höhenunterschiede bewältigen. Foto:Sonja Funke

Kinder, Jugendliche und Erwachsene können sich demnächst auf dem Spielberg auf deutlich mehr Geräten austoben als bisher. Dabei können Sportliche auch große Höhenunterschiede bewältigen. Foto:Sonja Funke

Medebach.   Die Touristik-Gesellschaft plant eine Erweiterung des Spielbergs. Vom Kleinkind bis zum Erwachsenen soll jeder in Schwung kommen

Dass der beliebte Spielberg direkt am Center Parc erweitert werden soll, war schon bekannt. Die Details verriet Medebachs Wirtschaftsförderer Michael Aufmhof kürzlich im Rat: Entstehen sollen auf einem unmittelbar an die bisherige Anlage angrenzenden Gelände eine neue Spiel- und Sportlandschaft für alle Generationen. Der Besuch soll auch künftig kostenlos sein. Sieben Bereiche sind geplant:

1.

Kleinkinderbereich: Hier soll es verschiedene Sand-, Kies- und Wasserspiele und einfache Kletterelemente geben, an denen sich die kleinsten Besucher die Zeit vertreiben können.

2.

Ninja-Warrior-Parcours: der

harte Weg nach oben. Auf drei Routen mit unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden können sportliche Besucher sich den Berg hinaufkämpfen. Dabei müssen sie unter anderem klettern, balancieren und hangeln und können auf den parallelen Routen wettkampfmäßig gegeneinander antreten. Ideen- und Namensgeber ist eine gleichnamige Fernsehshow, bei der die Teilnehmer ähnliche Parcours meistern.

3.

Aussichtsturm: Der zentrale Blickpunkt im oberen Teil des Geländes wird ein neuer hölzerner Aussichtsturm. Hier enden die Ninja-Warrior-Routen, außerdem kann am Turm selbst geklettert werden. Plattformen auf zweieinhalb und fünf Metern Höhe bieten eine gute Aussicht in die Umgebung. Dabei sollen umlaufende Panorama-Bildtafeln zusätzlich die Info liefern, wie ein Berg oder Blickpunkt heißt. Hochklettern ist kein Muss; der Turm ist auch über eine Treppe zu ersteigen. Besonders auffällig dürfte seine Optik werden: In Anlehnung an das Vogelschutzgebiet „Medebacher Bucht“ soll die obere Plattform so mit Holzstämmen verkleidet werden, dass von außen der Eindruck eines riesigen Vogelnestes entsteht.

4.

Rutschenpark: Wer sich über den Ninja-Warrior-Parcours oder zu Fuß die bis zu 27 Prozent steile Steigung hochgekämpft hat, kann sich freuen – der Rückweg ist deutlich leichter und schneller. Dafür sorgen mehrere Rutschenabschnitte in verschiedenen Formen, auf denen die Besucher zu Tal sausen können.

5.

Doppelseilbahn: Zum
Ausgangspunkt am unteren Ende des Geländes zurück führt dann eine Doppelseilbahn.

6.

Trimmparcours: Wer die Erstürmung des Berges via Parcours lieber der Jugend überlässt, kann an dieser Station trotzdem in Bewegung kommen. Acht Spiel- und Sportgeräte werden aufgebaut, darunter eine Slackline zum Balancieren, ein Bauchmuskeltrainer, eine Reck-Sprossenwand und ein Wackelbalken.

7.

Info- und Ruhezone: Nach
Sport und Bewegung warten hier Picknicktische, Waldsofas, Kinder-Hängematten und andere entspannende Elemente auf die Besucher.


Bauen wird die Anlage das Olsberger Unternehmen Pieper-Holz. „Es war bemerkenswert, dass diese Firma bei der Ausschreibung schon in ihrem ersten Entwurf ziemlich genau das umgesetzt hat, was wir uns gewünscht haben“, resümierte Aufmhof. Auch die Aufträge für die Rodung des Geländes und den Landschaftsbau seien an Sauerländer Unternehmen gegangen. „Die Wertschöpfung bleibt in der Region.“ Zwischen 700.000 und 800.000 Euro an Kosten (netto) kalkuliere die Touristik-Gesellschaft Medebach ein, deren Gesellschafterversammlung die Pläne schon einstimmig abgesegnet hat. Der Rat nahm die Vorstellung ebenfalls positiv auf, jedoch trieb Thomas Just (SPD) das Thema Parkplätze um: „Das müssen wir unbedingt neu besprechen.“ Johannes Rabe (CDU) sah bei diesem Thema nicht die Stadt allein in der Pflicht; er hoffe, dass sich zum Beispiel die ansässige Gastronomie an einer Parkplatz-Lösung beteiligen werde. Worum sich Rabe jedoch Gedanken machte, war die Haltbarkeit der fast komplett aus Holz bestehenden Anlage. Bedenken, die Fraktionskollege und Forstfachmann Franz-Josef Kordes nicht teilte: „Douglasienholz ist sogar ohne Imprägnierung deutlich haltbarer als kesseldruckimprägnierte Fichte.“

Geht alles nach Plan, soll der erweiterte Spielberg bereits im kommenden Sommer stehen. Das Grundstück gehört der Stadt, und im Flächennutzungsplan ist das Areal schon als Spiel- und Freizeitfläche vorgesehen.

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