Aktion „Gegen Vandalismus“

Nach Zerstörung: Neue Obstbäume auf Bürgerwiese in Marsberg

Jetzt stehen wieder 12 Obstbäume auf der städtischen Wiese am Diemelbogen. Dafür gesorgt haben Ortsbürgermeisterin Sandra Pohlmeyer, Dr. Ansgar Gerlach, Ralf Walfort SPD, Jörn Teuteberg Brillen Schwiddessen, Sabine Korinth Stadt Marsberg und Dag Hibbel Mitarbeiter Betriebshof

Jetzt stehen wieder 12 Obstbäume auf der städtischen Wiese am Diemelbogen. Dafür gesorgt haben Ortsbürgermeisterin Sandra Pohlmeyer, Dr. Ansgar Gerlach, Ralf Walfort SPD, Jörn Teuteberg Brillen Schwiddessen, Sabine Korinth Stadt Marsberg und Dag Hibbel Mitarbeiter Betriebshof

Foto: SPD MARSBERG

Marsberg.  Die zwölf Bäume auf der Streuobstwiese in Marsberg hätten erstmals Früchte getragen, aber sie wurden zerstört. Jetzt zeigen Bürger Initiative.

Vandalen haben im vergangenen August alle zwölf Obstbäume auf der Streuobstwiese der Stadt am Diemelbogen im Bereich der Tennishalle in der Mitte umgeknickt. Der Schaden ist jetzt behoben. Es stehen an gleicher Stelle wieder neue Obstbäume, auch wieder alte Sorten. Jetzt konnten neue Bäume gepflanzt werden, dank des Projektes „Wir gegen Vandalismus“.

Drei Jahre alte Bäume waren schon vier Meter hoch

Die umgeknickten Bäume waren etwa vier Meter hoch gewachsen. Die Stämme hatten einen Durchmesser von etwa zehn Zentimetern. In diesem Jahr hätten sie das erste Mal Früchte getragen, an denen sich die Bürger hätten frei bedienen dürfen. Der Betriebshof hatte die Bäume vor drei Jahren auf der 2000 Quadratmeter großen Fläche angepflanzt.

Passanten und Anwohner im August entsetzt

12 Obstbäume auf der städtischen Streuobstwiese haben Unbekannte im August 2018 in der Mitte umgeknickt. Sabine Korinth von der Stadtverwaltung bat damals um Mithilfe bei der Ermittlung der Täter. Annette Dülme left Passanten und Anwohner, Sabine Korinth, Sachbearbeiterin Umweltschutz bei der Stadtverwaltung Marsberg, und die Betriebshofmitarbeiter waren entsetzt und enttäuscht von der mutmaßlich bewussten Zerstörung der jungen Obstbäume im August 2018. Von „brachialer Gewalt“ war damals die Rede. Die Bäume waren direkt unterhalb der Krone durchgebrochen worden. Es wurde Anzeige erstattet. Gemeinsam mit der SPD Niedermarsberg gründete die Stadt das Gemeinschaftsprojekt „Wir gegen Vandalismus“, um das Stadtsäckel bei der Neubepflanzung zu unterstützen.

Vorsitzender der SPD Mitte-West sucht Sponsoren

Der Vorsitzende des SPD-Ortsvereins Marsberg Mitte-West, Ralf Walfort, konnte Zahnarzt Dr. Ansgar Gerlach, Jörn Teuteberg (Brillenmoden Schwiddessen) und Genossen der SPD Niedermarsberg von seiner Idee begeistern und als Sponsoren gewinnen. So konnte das Gemeinschaftsprojekt finanziell gut unterstützt werden.

Die Mitarbeiter des Betriebshofes der Stadt Marsberg haben inzwischen neue Obstbäume gepflanzt: 12 Äpfel-, Kirsch-, Birnen- und Pflaumenbäume. Einig waren sich die Beteiligten der Pflanzaktion, dass die Obstwiese naturbelassen bleiben soll, will heißen: Sie wird selten gemäht, das erste Mal erst nach der Blüte. Damit bleibt den Wildkräutern und vielen artenreichen Blumen und Pflanzen viel Zeit zum Wachsen. Sabine Korinth: „Das ist gut für die Insekten und Bienen.“

Jeder darf sich an Früchten bedienen

Ralf Walfort für die SPD: „Mit der Aktion ist die Hoffnung verbunden, dass derartige Schäden für die Allgemeinheit in Zukunft ausbleiben und Bürgern unnötige Kosten durch das ärgerliche Verhalten einzelner Unbelehrbarer erspart bleiben.“ Auch die neu gepflanzten Obstbäume sind mit je zwei Holzpfosten und Seilen an den Stellplätzen gesichert und in regelmäßigen Abständen zueinander gepflanzt worden. Grauer Verbissschutz aus Plastik schützt die Stämme vor Wildfraß. Je nach Obstsorte werden sie früh oder spät im Jahr erste Früchte tragen, aber erst in einigen Jahren. Dann darf sich hoffentlich endlich jeder frei bedienen.

Leserkommentare (0) Kommentar schreiben