Neujahrsempfang Brilon

„Mustergültige Forstwirtschaft“

Beim Neujahrsempfang 2017 im Bürgersaal erhielt die Stadt Brilon die Urkunde als Waldhauptstadt 2017. Von links die Förster Sebastian Schönnenberg und Karl-Ludwig Oriwall, Waldfee Marie Becker, Bürgermeister Dr. Christof Bartsch, Prof. Dr. Andreas W. Bitter, Vorsitzender PEFC Deutschland, Forstamtsleiter Dr. Gerrit Bub und Förster Ludger Hogrebe.

Beim Neujahrsempfang 2017 im Bürgersaal erhielt die Stadt Brilon die Urkunde als Waldhauptstadt 2017. Von links die Förster Sebastian Schönnenberg und Karl-Ludwig Oriwall, Waldfee Marie Becker, Bürgermeister Dr. Christof Bartsch, Prof. Dr. Andreas W. Bitter, Vorsitzender PEFC Deutschland, Forstamtsleiter Dr. Gerrit Bub und Förster Ludger Hogrebe.

Foto: Hendrichs Jürgen

Brilon.   Mit ihrer mustergültigen Forstwirtschaft gilt Brilon als bundesweit größter kommunaler Waldbesitzer als Vorbild. Lohn: der Titel „Waldhauptstadt“

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In Brilon wird eine „mustergültige Forstwirtschaft gelebt und entwickelt“, die Stadt des Waldes hat „für Deutschland und darüber hinaus eine besondere Vorbildfunktion“. Das sagte Prof. Dr. Andreas W. Bitter, Vorsitzender von PEFC Deutschland, des größten Zertifizierungs-Instituts zur Sicherstellung einer nachhaltigen Waldbewirtschaftung, gestern beim Neujahrsempfang der Stadt.

Aus besonderem Grund: Hatte er doch die Urkunde zur Auszeichnung als „PEFC Waldhauptstadt 2017“ dabei. Die überreichte er Bürgermeister Dr. Christof Bartsch, der sie gerne dem Briloner Forstamt unter Leitung von Dr. Gerrit Bub weitergab.

Rund 250 Gäste

Im mit rund 7750 ha Fläche größten kommunale Waldbesitz Deutschland, so Prof. Bitter, haben die Verantwortlichen „nicht nur eine konsequente Waldwende in Verbindung mit einer zwingend notwendigen Jagdwende eingeleitet“.

Auch weitere Initiativen wie der Bürgerwald, der Waldfeenpfad oder die DLG-Waldtage seien beispielhafte Initiativen „zur zeitgemäßen Einbindung einer multifunktionalen Waldwirtschaft in das gesellschaftliche Umfeld und das forstpolitische Engagement der Stadt“.

Rund 250 Gäste aus Politik, Wirtschaft, Verwaltung und öffentlichem Leben begrüßte Bürgermeister Dr. Bartsch im Bürgerzentrum, darunter die heimischen MdB Dr. Patrick Sensburg (CDU) und Dirk Wiese (SPD), stv. Landrätin Ursula Beckmann und Ehrenbürgermeister Franz Schrewe.

Sein Schlusswort erreichte so manchen nicht mehr. Gut zweieinhalb Stunden ließ Dr. Bartsch - aufgelockert durch Darbietungen des Kammerorchester der HSK-Musikschule unter Leitung von Georg Scheuerlein (Brilon), der Sternsinger aus Alme und einen Jahresrückblick in bewegten Bildern - das verflossene Jahr aus kommunalpolitischer und gesamtgesellschaftlicher Sicht Revue passieren.

Beiden gemein, so Dr. Bartsch: „Die Rasanz, mit der Leben verläuft, überfordert so manchen von uns, denn mit ihr einher geht eine neue Qualität von Flüchtigkeit, die oftmals die Konzentration auf Wesentliches behindert und Entscheidungshüllen ohne Inhalt provoziert.“

28 Flüchtlinge haben Arbeitsstelle

Dem hielt der Bürgermeister einige positive lokale Entwicklungen entgegen. Etwa die erfolgreiche Arbeit mit den Flüchtlingen. 28 haben bereits eine Arbeitsstelle, fünf weitere befinden sich in Ausbildung. Zwei Sozialarbeiter kümmern sich seit Jahresanfang um die Schulkinder aus den Flüchtlingsfamilien.

Dank galt der Wirtschaft, die rund 12000 Arbeitsplätze vorhält, auch 2016 wieder viel investierte und mit 21 Millionen Euro für eine Rekord-Gewerbesteuer sorgte. Auch nicht zuletzt durch die hohe Steuerkraft sei für 2018 der Haushaltsausgleich möglich, ohne auf freiwillige Leistungen verzichten zu müssen. Eine offene Baustelle - im wahrsten Sinne des Wortes: das Stadthotel im Oberen Quartal, ein - so Dr. Bartsch - „Meilenstein“ für die Innenstadtentwicklung

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