Verbrauchertipp

Mieterverein Sauerland – Nebenkosten-Bilanz dringend prüfen

Laut Mietverein Sauerland sind Nebenkosten-Abrechnungen oft fehlerhaft – meist zu Lasten der Mieter.

Laut Mietverein Sauerland sind Nebenkosten-Abrechnungen oft fehlerhaft – meist zu Lasten der Mieter.

Foto: Michael Kleinrensing

Hochsauerlandkreis.   Der Mietverein Sauerland rät Mietern die Nebenkosten-Abrechnung für 2018 gründlich zu prüfen. Er gibt Tipps, worauf man unbedingt achten sollte.

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Nach einer Empfehlung des Mietervereins Sauerland und Umgebung sollten Mieter die Nebenkosten-Abrechnung für das Jahr 2018 erst gründlich prüfen, bevor sie bezahlen. Rechtsanwältin Claudia Scholten hält die bekannte Auffassung des Deutschen Mieterbundes (DMB) für richtig, dass jede zweite Nebenkosten-Abrechnung falsch sei: „Interessanterweise wirken sich die meisten gefundenen Fehler zu Lasten der Mieter aus.“ Der Verein gibt Tipps, was Mieter in den Abrechnungen beachten sollten.

Tipp – Originale einsehen

„Im Klartext heißt das: Vermieter fordern Geld von Mietern, das ihnen gar nicht zusteht“, so Scholten. Da finden sich manchmal auf der Abrechnung die Beiträge des Vermieters für den Grundeigentümerverein wieder oder Portokosten, die Mietausfallversicherung oder die Zins-Rechnung für einen Kredit, um Heizöl einzukaufen – alles Dinge, mit denen ein Mieter nichts zu tun habe, so der Mieterverein Sauerland weiter.

Position Hausmeister oftmals Anlass zur Kritik

Auch die Position Hausmeister biete oftmals Anlass zur Kritik. Und zwar dann, wenn sich dort Kosten für Verwaltung, Instandsetzung oder Reparaturen verbergen. „Diese Kosten sind allein Angelegenheit des Vermieters,“ macht Claudia Scholten deutlich. Der Mieterverein weist ausdrücklich darauf hin, dass Mieter das Recht haben, die Original-Rechnungen für die Nebenkosten beim Vermieter einzusehen. Auch Notizen oder das Abfotografieren der Unterlagen sind erlaubt. Einen Anspruch auf Kopien der Belege hat der Mieter hingegen nicht.

Sparpotenzial bei Wasser-, Gas- und Stromverbrauch

Da die Nebenkosten kontinuierlich steigen und sich inzwischen zu einer „zweiten Miete“ entwickelt haben, kann es sich lohnen, die einzelnen Positionen auf Einsparmöglichkeiten hin zu durchleuchten. Claudia Scholten dazu: „Beim Wasser-, Gas- und Stromverbrauch gibt es oftmals ein Sparpotenzial, das man nutzen kann. Auch ein Blick auf die Müllentsorgung kann helfen. Wenn etwa die Abfallbehälter des Hauses am Abfuhrtag häufig nicht ganz voll sind, ist ein Gespräch mit dem Vermieter sinnvoll mit dem Ziel, entweder das Behälter-Volumen zu verringern oder die Abfuhr-Intervalle zu vergrößern. Dadurch kann ein Mieter bares Geld sparen.“

Mitglieder des Mietervereins können dazu die für sie kostenlose Hilfe ihres Vereins in Anspruch nehmen.

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