Nostalgie

Krupp-Oldtimer kommen zu traurigem Jubiläum ins Sauerland

Für die einen eine Leidenschaft, anderen ein Dorn im Auge: Krupp-Lkw, hier auf einer Sauerland-Oldtimer-Rundfahrt bei Wülfte.

Für die einen eine Leidenschaft, anderen ein Dorn im Auge: Krupp-Lkw, hier auf einer Sauerland-Oldtimer-Rundfahrt bei Wülfte.

Foto: Jürgen Hendrichs

Brilon.   Rund 40 Krupp-Oldtimer werden am Samstag in Brilon zu sehen sein. Für Fans der alten Lkw ist es eigentlich ein trauriger Anlass fürs Treffen.

Sie gelten als die einzigen Lkw, die ihren Namen sprechen können: kropp-kropp-kropp-kropp-kropp – so blubbern die Elche, Mustangs, Widder und Tiger auch heute noch im Leerlauf vor sich hin.

Bald werden die Fahrzeuge in Brilon zu sehen – und natürlich auch zu hören sein.

Am Samstag, 22. September, sind diese typischen Geräusche auf dem Gelände von Mercedes Witteler in Brilon gleich vielfach zu vernehmen. Rund 40 Krupp-Lkw rollen dort um 12 Uhr im Rahmen eines ganz besonderen Geburtstags auf: Der jüngste Krupp wird 50. Was wie ein Grund zum Feiern klingt, ist für Fans eigentlich ein trauriger Anlass. Denn 1968 stellte Krupp die Lkw-Produktion ein.

Heinrich Hecker (66) aus Anröchte ist ein großer Liebhaber der Brummis mit den drei übereinanderliegenden Ringen auf der Haube. Schon sein Vater setzte Lkw und Muldenkipper von Krupp in seinem Transportunternehmen ein.

Tour durch das Sauerland

Der Privatier und Oldtimer-Freund gehört zu dem bundesweiten Kruppianer-Zirkel, die immer wieder zu gemeinsamen Wochenend-Treffen zusammenkommen. Das geht in diesem Jahr am Freitag auf dem Veranstaltungsgelände am Ende der Deutz-Straße in Anröchte los.

Am Samstag steht um 9 Uhr eine Tour durch das Sauerland an, bei der von 12 bis etwa 14.30 Uhr in Brilon eine Mittagsrast eingelegt wird. In dieser Zeit können die Oldtimer-Arbeitstiere besichtigt werden. Die ältesten stammen aus der unmittelbaren Nachkriegszeit, als der Name Krupp noch verboten war. Der Konzern lagerte die Lkw-Produktion nach Kulmbach, Bamberg und Nürnberg aus und brachte die Fahrzeuge unter der Marke „Südwerke“ auf den Markt. Zwei Exemplare aus dieser Zeit sind am Wochenende unterwegs.

Regelmäßig (nicht nur) im Sauerland unterwegs mit seinen Krupps ist Theo Mühlenbein aus Rösenbeck. Der Oldtimer-Fan verfügt über eine ganze Flotte von mit viel Liebe restaurierten Fahrzeugen.

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