Ehrenamt

Kein neues Budget für „Rentner AGs“ im Stadtgebiet Brilon

In vielen Orten - hier ein Symbolfoto - packen die Bürger ehrenamtlich mit an. An der Pauschale, die die Stadt zahlt, soll sich nichts ändern.

In vielen Orten - hier ein Symbolfoto - packen die Bürger ehrenamtlich mit an. An der Pauschale, die die Stadt zahlt, soll sich nichts ändern.

Foto: GLISSON, Roy / WAZ FotoPool

Brilon.  Kein weiteres Budget für die Rentner-AGs: 750 Euro zahlt die Stadt Brilon pauschal zur Förderung der Dorfkultur. Dabei soll es bleiben.

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Die in vielen Dörfern tätigen ehrenamtlichen „Rentner AGs“ sollen kein eigenes Budget für ihre Arbeit und ihre Aufwendungen erhalten. Eine entsprechende Empfehlung an den Haupt- und Finanzausschuss bzw. den Rat hat der Strukturausschuss einstimmig gefasst.

Ein Einwohner aus Rösenbeck hatte angeregt, das Engagement der „Rentner AGs“ mit 25 Cent pro Einwohner zu unterstützen. Dafür sollten sie formlos und unbürokratisch kleine Anschaffungen vornehmen können.

Es gibt bereits Zuwendungen

Dafür gibt es in Brilon bereits eine Zuwendung. In Brilon erhalten für diese Zwecke die Ortsvorsteher seit zwei Jahren aus Mitteln zur Förderung der Dorfkultur pauschal 750 Euro. Kämmerer Wolfgang Pack: „Das Ziel ist gleich.“ Dieses Geld können die Ortsvorsteher ohne Verwendungsnachweis ausgeben und davon - so der Kämmerer - „auch schon mal den Grill anschmeißen.“ Eine Abfrage unter den Ortsvorstehern hatte ergeben, dass sie es bei der für alle Ortsteile unabhängig von ihrer Größe belassen wollen. Aus gutem Grund: 12.000 Euro fließen auf diese Weise in die 16 Dörfer. Bei dem angeregten Pro-Kopf-Betrag wären es laut Verwaltung aktuell lediglich 6874,75 Euro. Möglicherweise ist dem Antragsteller das in Brilon praktizierte Verfahren nicht bekannt gewesen.

Budget anheben

SPD-Ratsherr Gehling (Scharfenberg) warf ein, dass der Bauhof mit der ehrenamtlichen Grünpflege in den Dörfern nicht unbedingt glücklich sei. Gelegentlich fehle es an Zuverlässigkeit, wenn etwas gemacht werden müsse. Zudem sei es nicht logisch, dass alle Dörfer unabhängig von ihrer Einwohnerzahl den gleiche Betrag erhalten. Diese Kritik hielt CDU-Stadtrat Holger Borkamp (Rösenbeck) für „nicht nachvollziehbar“: Der Einsatz für das Dorf sei ein Ehrenamt, und wer dabei mit anpacke, mache das, „wenn er Zeit und Lust“ dafür habe. Zudem regte Borkamp an, das seit zwei Jahren stabile Budget im kommenden Jahr anzuheben.

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