Ratssitzung

Hallenberger Rat bewilligt Sanierung von Kunstrasenplatz

Michael Jungmann (rechts) wurde als neues Ratsmitglied vereidigt. Der Kunstrasenplatz des FC Nuhnetal wird grundgereinigt.

Michael Jungmann (rechts) wurde als neues Ratsmitglied vereidigt. Der Kunstrasenplatz des FC Nuhnetal wird grundgereinigt.

Foto: Rita Maurer

Hallenberg.   Die Hauptgewerke können nicht vergeben werden.Hallenbadsanierung verschiebt sich um ein Jahr. Gedenken an verunglücktes Ratsmitglied.

Bei der vorigen Ratssitzung im April saß Alexander Berkenkopf (44) noch wie immer auf seinem Stammplatz in der Reihe der Ratsmitglieder. Vier Tage später verstarb er am Karsamstag bei einem Unfall (wir berichteten). Der Stadtrat erinnerte in seiner Sitzung in einer Gedenkminute an den sympathischen und anpackenden Braunshäuser, der das politische Leben der Stadt in den letzten Jahren durch sein Engagement sichtbar mitgeprägt und 2017 auch das Amt des stellvertretenden Bürgermeisters übernommen hatte.

Die Welt scheint bei solchen Ereignissen still zu stehen und muss sich doch weiter drehen. Deshalb wurde Michael Jungmann aus Braunshausen als Ersatzvertreter für Alexander Berkenkopf im Rat vereidigt; er übernimmt auch einen Großteil der vakant gewordenen Posten in verschiedenen Ausschüssen und Gremien.

Abwasserbeseitigung

Das 1990 erstmalig verabschiedete Abwasserbeseitigungskonzept (ABK) der Stadt Hallenberg wird zum sechsten Mal fortgeschrieben. Ziel des gesetzlich vorgeschriebenen Konzepts ist die Abwasserentsorgung und damit Sauberhaltung von Grundwasser und Fließgewässern. Seit 2007 wurden fast 10 Mio. Euro entsprechend investiert. Die größten Positionen waren hierbei der Bau eines neuen Klärbeckens in Hallenberg und die Umleitung des Hesborner Abwassers nach Hallenberg, wodurch die dortige Kläranlage stillgelegt werden konnte.

Das ABK wird nun von 2020 bis 2022 für drei statt der sonst üblichen sechs Jahre fortgeschrieben. Geplant sind in dieser Zeit Investitionen von rund 1,8 Mio. Euro, in denen Straßenbau-Kanalarbeiten enthalten sind. Grund für den verkürzten Zeitraum ist die anstehende Kamera-Befahrung der Kanalisation, deren Ergebnisse in die siebte Fortschreibung einfließen sollen.

Kunstrasenplatz

Der Stadtrat bewilligte mehrheitlich die Kostenübernahme in Höhe von rund 23500 Euro für eine Grundreinigung des Kunstrasenplatzes des FC Nuhnetals sowie die Anschaffung einer Pflegemaschine. Der Verein hatte Ende März einen Antrag auf die Übernahme gestellt, weil für den 2009 angelegten Platz turnusgemäß nach zwei kleineren Reinigungen nun eine Großmaßnahme ansteht, bei der die Rasenfläche durch eine Spezialfirma gesäubert, ausgebessert und neues Granulat eingearbeitet wird.

Dieses Prozedere ist nötig, um einerseits den Spielern eine intakte Spielfläche zu bieten und die Verletzungsgefahr zu minimieren und zudem die Garantiebedingungen zu erfüllen. Die Grundreinigung müsse zügig erfolgen, da sich bisher kleinere Schäden an der Rasenfläche sonst vergrößern könnten.

Die Ratsmitglieder waren sich einig darin, den FC Nuhnetal und seine Jugendarbeit zu unterstützen, baten aber ausdrücklich darum, solche Anträge künftig rechtzeitig zu stellen, so dass entsprechende Kosten in der Haushaltsplanung berücksichtigt werden können. Im vorliegenden Fall könne eine Ausnahme gemacht werden, weil es im laufenden Jahr Haushalts-Einsparungen im Bereich Gebäudemanagement gebe. Die Stadt beteilige sich grundsätzlich an den Kosten für die regulären Pflegemaßnahmen der Sportplätze in Hesborn und Hallenberg.

Sanierung des Hallenbades

Die im April beschlossene Sanierung des Hallenbades für rund 291.000 Euro in diesem Sommer muss auf das nächste Jahr verschoben werden. Grund: Bei der Ausschreibung konnten die drei wichtigsten Gewerke Rohbau, Trockenbau sowie die Malerarbeiten nicht vergeben werden, weil keine Angebote eingingen. Rückfragen bei heimischen Handwerks-Betrieben hätten ergeben, dass momentan keine Kapazitäten für kurzfristige Großaufträge frei seien.

Daher wurde einstimmig beschlossen, die Ausschreibung aufzuheben und im Herbst neu herauszugeben. Ziel soll jetzt die Sanierung im Sommer 2020 sein. Auf Antrag der BfH wird eine Anschaffung vorgezogen: In der Männerumkleide gibt es in Kürze eine Wickelkommode.

Osternacht als Weltkulturerbe

Der Burschenverein Hallenberg hat die Anregung aus der letzten Ratssitzung aufgegriffen, einen Antrag zu stellen, dass die in Deutschland einmalige Hallenberger Osternacht zum immateriellen Weltkulturerbe wird. Gemeinsam mit Stadtarchivar Georg Glade, Bürgermeister Michael Kronauge und dem Burschen-Vorstand werden derzeit die umfangreichen Antragsbedingungen bearbeitet.

Neubaugebiet Hesborn

Der künftige Straßenname für das Neubaugebiet in der Nähe der Hesborner Schützenhalle wird noch einmal leicht auf „In der Dapemark“ angepasst. „Dapemark“ ist die in Hesborn geläufige plattdeutsche Bezeichnung für dieses Flurstück und bedeutet „tiefer Flecken“. Der vorab auf Wunsch der Hesborner Einwohner beschlossene Straßenname „Dapemak“ hatte immer wieder zu Erklärungsbedarf geführt und war zudem nicht korrekt geschrieben, so dass Ortsvorsteher Andreas Emde um die Anpassung gebeten hatte.

Die Baustraße im Neubaugebiet ist fast fertig, so dass in Kürze die Vermessung und auch die Veräußerung der zehn neuen Bauplätze beginnen kann, für die es teilweise schon Reservierungen gibt.

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