KINO

Film über Robin Hood der Egge soll im Frühjahr erscheinen

Schauspieler Michael Vockel-Böhner aus Brilon (links) als Lohoff und Julian Jakobsmeyer in der Hauptrolle als Wildschütz Klostermann. Der Film soll im Frühjahr an den Start gehen...

Schauspieler Michael Vockel-Böhner aus Brilon (links) als Lohoff und Julian Jakobsmeyer in der Hauptrolle als Wildschütz Klostermann. Der Film soll im Frühjahr an den Start gehen...

Foto: Anke Schanz

Oesdorf.  „Jäger und Gejagter“ zeigt die Geschichte von Wildschütz Klostermann. Regisseur Peter Schanz verrät einige Details über seine neueste Produktion.

„Jäger und Gejagter – Der Wilddieb Hermann Klostermann“ – so lautet der neue Film von Peter Schanz von Blautann-Film, der voraussichtlich Ende März in die heimischen Kinos kommt und im Sauerland und Waldecker Land gedreht wurde. Dabei setzten Peter und Anke Schanz vor allem auf das Können von Laienschauspielern aus der Region.

„Wir haben uns in unserem Umfeld umgeschaut, da wir die Personen gut kennen und genau wissen, wer für welche Rolle geeignet ist. Uns ist es wichtig, dass die Gesichter zur Figur in der Geschichte passen“, sagt Anke Schanz.

Auch der Briloner Michael Vockel-Böhner ist mit von der Partie. Er spielt Klostermanns ständigen Begleiter Lohoff, der als Schuster in Oesdorf lebte. Zusammen mit seinen Kollegen agiert Vockel-Böhner als stummer Darsteller, während Peter Schanz die Geschichte über den Robin Hood der Egge – Hermann Klostermann – erzählt.

Zur Lebzeit eine Legende

Hermann Klostermann, auch bekannt als Wildschütz, wurde im 19. Jahrhundert durch seine Wilderei zum Staatsfeind der preußischen Regierung. Kaum ein anderer war so präzise im Schießen wie er und kaum ein anderer wurde von seinen Mitbürgern in dieser Zeit so verehrt. „Er war bereits zu Lebzeit eine Legende und auch heute interessieren sich die Menschen für seine Geschichte.

Was ist wahr und wo beginnt die Dichtung? Dabei geht es uns nicht darum, die Geschichte bloß nachzuerzählen, sondern sie auch spannend an den Mann zu bringen“, sagt Peter Schanz. Spannend fanden vor allem Besucher des Detmolder Freilichtmuseums die Dreharbeiten vor Ort.

„Die Zuschauer am Straßenrand fanden es richtig toll, wie unsere Schauspieler in Preußenuniformen und Knarren durch die Gegend rannten und schossen. Teilweise kam ich mir vor wie im Stadion, wenn sie uns anfeuerten. Teilweise mussten wir echt für Ruhe sorgen“, sagt Schanz. Und Schüsse, soviel sei gesagt, fallen in der Dokumentation sehr oft.

Prekäre Szene mit Alkohol

Denn Klostermann soll nicht nur auf Tiere, sondern auch unter anderem auf Oberförster von Wrede geschossen haben. „Die Szene ist schon sehr prekär. Während früher Alkohol als Betäubungsmittel eingesetzt wurde, zeigen wir, wie sich der Arzt zunächst selbst einen Schluck gönnt“, verrät Schanz.

Neben Detmold dienten unter anderem auch Hardehausen, Orper Grund und die Kapelle in Böddeken als Location. Besonders in Böddeken gefiel es Filme-Macher Schanz. „Das war schon aufregend und bombastisch, als unsere Darsteller dort als Preußen auftraten. Man sah vor lauter Schießerei nur noch Nebel“, sagt er. Mehr als 40 Schauspieler waren dabei im Einsatz.

Wann genau der Film „Jäger und Gejagter“ in die Kinos kommen wird, ist noch unklar. Auf der Internetseite www.blautann-film.de kann man sich zuvor den Trailer zum Film anschauen. Dort wird auch in Kürze der genaue Starttermin bekannt gegeben.

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