Jubiläum

Die freiwillige Feuerwehr in Brilon lässt es Krachen

Musikalisch unterwegs ist das Tambourkorps der freiwilligen Feuerwehr Brilon. Da hilft auch die jüngere Generation beim Feiern tatkräftig mit. Fotos:Joachim Aue

Musikalisch unterwegs ist das Tambourkorps der freiwilligen Feuerwehr Brilon. Da hilft auch die jüngere Generation beim Feiern tatkräftig mit. Fotos:Joachim Aue

Brilon.   100-jährige Jubiläum des Tambourkorps, 50 Jahre Jugendfeuerwehr und das 140-jährige Bestehens des Löschzugs. So verlief das Wochenende.

Die Freiwillige Feuerwehr der alten Hansestadt hatte am Wochenende gleich dreimal Grund zu feiern: das 100-jährige Jubiläum des Tambourkorps, 50 Jahre Jugendfeuerwehr und das 140-jährige Bestehens des Löschzugs.

Bereits am Samstagvormittag ging es beim „Spiel ohne Grenzen“ der Jugendfeuerwehren aus dem ganzen Stadtgebiet um Geschick, Teamgeist und Geschicklichkeit. Am Spätnachmittag zogen zum Auftakt des Tambourkorps-Jubiläums, vier Spielmannszüge sowie acht Musikkapellen und acht befreundete Schützenbruderschaften und –vereine mit klingendem Spiel durch die Stadt.

Den absoluten Höhepunkt bildete dabei nach dem Totengedenken am Ehrenmal der Massenchor auf dem Vorplatz der Schützenhalle. Insgesamt mehr als 300 Musikerinnen und Musiker stimmten unter Stabführung von Freddy Rennerich mit “Preußens Gloria“, dem „Regimentsgruß“ und „Das Leben bringt groß Freud“ auch schon ein wenig auf die bevorstehende Schützenfestsaison ein.

Auch Kinder engagieren sich schon in jungen Jahren

Im Beisein zahlreicher Ehrengäste aus Politik und Feuerwehrwesen, warf Stabführer Freddy Rennerich beim Festakt einen Rückblick auf die Geschichte des Tambourkorps, das 1919 von Franz Thiele mit 17 Musikern gegründet wurde. In all den 100 Jahren habe stets die Kameradschaft im Vordergrund gestanden: Auch heute noch, wo der Klangkörper 56 aktive Musikerinnen und Musiker zählt, davon fünf Kinder unter 10 Jahren.

Rennerich bedauerte allerdings, dass diese Nachwuchsmusiker noch nicht Mitglied der Feuerwehr sein dürften, weil das erst ab dem 10. Lebensjahr möglich ist. An Kreisbrandmeister Bernd Krause und Landesstabführer Thorsten Zywietz gewandt, mahnte er eine Änderung dieser Regelung an. Rennerichs Dank galt abschließend allen, die einst und jetzt das Tambourkorps mit geprägt haben und zollte ihnen ein dickes Lob: „Ich bin stolz auf Euch!“

Bereicherung für das Kulturleben

Wehrführer Wolfgang Hillebrand sah im Tambourkorps ein Aushängeschild der Briloner Feuerwehr, deren Repertoire sich heute nicht nur auf die reine Marschmusik beschränke. Für ihn sei es immer eine helle Freude, wenn er im Feuerwehrgerätehaus bei den Proben zuhören dürfe.

Bürgermeister Dr. Christof Bartsch betonte, das Tambourkorps sei eine Bereicherung für das Kulturleben der Stadt. Allein die gute Beteiligung am Festzug, sei ein ganz besonderes Zeichen der Wertschätzung gewesen. Zudem lobte er die beispielhafte Jugendarbeit des Tambourkorps und das Engagement der jungen Leute. Wenn man bedenke, dass sich allein 21 junge Musikerinnen und Musiker derzeit in Ausbildung befänden, brauche man sich um die Zukunft keine Sorgen zu machen.

Ähnlich sahen es auch Kreisbrandmeister Bernd Kruse und Landestabführer Zywietz, der Freddy Rennerich die Goldene Ehrenplakette des Volksmusikerbundes überreichte. Anschließend stieg die große Jubiläumsparty mit der Band Livehaftig.

Hochbetrieb am Sonntag

Der Sonntag stand im Zeichen des „Tags der offenen Tür“ am Feuerwehrgerätehaus an der Grimme­straße aus Anlass des 140-jährigen Bestehens der Löschgruppe Brilon an der Grimmestraße. Nach dem Festhochamt und einem Frühschoppen mit dem Blasorchester herrschte hier Hochbetrieb.. Das war allerdings keine Überraschung, schließlich weiß die Bevölkerung der Stadt des Waldes, was sie ihrer Feuerwehr schuldig ist.

Natürlich nutzte der Löschzug die Gelegenheit, ein wenig Werbung in eigener Sache zu betreiben und vor allem die Kinder durch Mitmachaktionen für das Feuerwehrwesen zu begeistern. Außerdem standen diverse Schauvorführungen, wie das Feuerlöschtraining und der Gefahrguteinsatz und eine Fettexplosion auf dem Programm.

Der Löschzug stellte zudem seinem gesamten, hochmodernen Fahrzeugpark vor, von der Drehleiter bis zum ELW. Aber auch noch einigen alte Schätzchen aus der Zeit als die Handspritze noch von Hand oder dem Lanz-Trecker gezogen wurde, galt das Interesse.

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