Ehrenamt

Das sind die Gewinner des Heimat-Preises in Winterberg

In Zukunft möchte das Westdeutsche Wintersport Museum in Neuastenberg mehr digitale Medien einsetzen. Unter anderem soll das Preisgeld für diese Maßnahmen eingesetzt werden.

In Zukunft möchte das Westdeutsche Wintersport Museum in Neuastenberg mehr digitale Medien einsetzen. Unter anderem soll das Preisgeld für diese Maßnahmen eingesetzt werden.

Foto: Verein

Winterberg.  Die Stadt Winterberg verlieh zum ersten Mal den Heimat-Preis und erkennt damit das Engagement der Bürger an. Dahin soll das Preisgeld fließen.

Zum ersten Mal hat die Stadt Winterberg den Heimat-Preis verliehen (wir berichteten). Zehn Bewerber gab es im Stadtgebiet, drei von ihnen überzeugten mit ihren Projekten die Ausschussmitglieder besonders und erhalten ein Preisgeld in Höhe von 3000, 1500 bzw. 500 Euro. Vertreter der Vereine und Verbände haben im Gespräch mit der WP erzählt, wofür sie sich einsetzen und in welche Projekte das Geld fließen soll.

Wintersport-Museum

„Für mich bedeutet Heimat ‘Ski, Skilaufen, Wintersport’. Das beschreibt es ganz gut“, überlegt Meinolf Pape, Gründungsmitglied des Fördervereins Westdeutsches Wintersport Museum. Er selbst sei damit aufgewachsen, stand mit drei, vier Jahren bereits auf den Brettern. Der Förderverein des Museums in Neuastenberg belegte den ersten Platz im Wettbewerb um den Heimat-Preis. Wintersport – der sei ortsprägend, regionsprägend, sagt Pape. „Das ist das Thema, das Winterberg ausmacht.“ Daher sei die Förderung des Museums so wichtig.

Seit 1992 gibt es den Verein, 1999 folgte das Museum. Die Trägerschaft übernimmt der Förderverein mit seinen 70 Mitgliedern; er ist größtenteils auf sich allein gestellt. Spenden helfen bei der Finanzierung. Unterstützung komme seit kurzer Zeit aber auch aus dem Wintersport-Bereich selbst, so Pape, der als Geschäftsführer im Verein tätig ist. „Es ist machbar, die Situation ist ganz gut.“ Aber das Museum soll sich weiterentwickeln. „Es ist bedeutsam und muss erhalten werden. Deshalb ist der Preis dringend nötig“, versichert das Gründungsmitglied.

Fokus geht auf Digitalisierung

„Wir möchten mehr in Richtung Digitalisierung gehen“, erklärt Pape. Gerade sei man dabei, Bildschirme zu integrieren und Audioformate wie Hörtexte mit einzubeziehen, um Inhalte zu vermitteln. Einige Vorhaben, wie historische Skifilme zu zeigen, seien bereits umgesetzt. Aufgestellte Figuren sollen mithilfe von Audiodateien in Zukunft Hintergründe erklären. Der erste in Winterberg dokumentierte Skiläufer, Oberförster Hagemann, beispielsweise. Dazu könnte eine Fotografie verwendet werden. „Schanzen im Sauerland“ sowie „Nachhaltigkeit und Wintersport“ seien zwei Themen für das Museum, die der Förderverein in Zukunft auch angehen wolle.

Bäderverein Siedlinghausen

Rund 1110 Stunden sind die Ehrenamtler des Bädervereins Siedlinghausen pro Jahr aktiv. Das Preisgeld des zweiten Platzes möchte der Verein in eine Maschine investieren. Damit könne beispielsweise der Boden der Beckenumrandung intensiv gereinigt werden. „Die Maschine ist mit Bürsten und Desinfektionsmitteln bestückt. Das dient also alles der Hygiene“, so Bernd Loffing. Er sei bereits seit der Gründung Mitglied des Vereins und mittlerweile im sechsten Jahr im Vorstand.

Es sei wichtig, die Schwimmbäder zu erhalten. Vor allem, da das Freibad im Stadtgebiet das einzige sei – neben dem Schwimmbad mit Außenbecken im Oversum, so der Vorsitzende. Das sehen die Bürger offensichtlich genauso. Loffing: „Wir haben relativ viele Mitglieder, darunter auch Leute aus den umliegenden Orten.“

Der 18-köpfige Vorstand bekomme so Unterstützung. In der nächsten Zeit stehen unter anderem die Vorbereitung der Hallenbad-Saison und die Installation einer Spiellandschaft im Freibad an, beschreibt er. Außerdem müsse das Freibad noch winterfest gemacht werden: Heckenschneiden und das Anbringen von Eisbrechern gehören zu den Aufgaben

Dorfgemeinschafts-Projekt

In Grönebach soll ein Projekt dafür sorgen, dass sich Neubürger schneller einleben und ins Dorfleben integriert sind. Unter dem Arbeitstitel „Grönebach für Neubürger / Unser Dorf erklärt von A bis Z“ sollen beispielsweise Gepflogenheiten, Vereine mit Steckbriefen, Ausflugsziele, Wanderwege und Fakten zum Dorf zusammengetragen werden. Vorstellbar wäre dies als eine Art Broschüre und auch eine Internetseite sei Teil des Vorhabens, erklärt Patrick Appelhans, Vorsitzender des Schützenvereins.

Die Grönebacher Dorfgemeinschaft erreichte den dritten Platz und erhält damit ein Preisgeld in Höhe von 500 Euro. „Wir haben uns als Verband zusammengeschlossen“, erklärt Appelhans. Aus jedem Verein des Dorfes seien rund zwei Vertreter dabei, insgesamt seien es knapp über 30 Menschen. „In der Runde kam das Thema auf und wir haben überlegt, was wir denn genau machen könnten“, erklärt der Vorsitzende weiter.

„Im März haben wir die Idee in einer Sitzung vorgestellt und die Resonanz war direkt gut. Viele haben gesagt, dass sie mithelfen“, freut er sich. Als nächster Schritt stehe nun bei der Sitzung im Oktober die Vorstellung des Projektes und der Beginn der Planung an. Im Frühjahr hoffe man auf ein erstes Ergebnis.

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