Straßenbau

Bürger halten an Variante 1 der B7n nach Brilon fest

Infoveranstaltung zu Varianten der Streckenführung der B7n von Nuttlar über Altenbüren und Antfeld bis Brilon in der Schützenhalle Altenbüren am Donnerstag, 13. Juni 2019. Lars Voigtländer, Projektleiter von Straßen NRW (l.) stellt die Pläne vor.

Infoveranstaltung zu Varianten der Streckenführung der B7n von Nuttlar über Altenbüren und Antfeld bis Brilon in der Schützenhalle Altenbüren am Donnerstag, 13. Juni 2019. Lars Voigtländer, Projektleiter von Straßen NRW (l.) stellt die Pläne vor.

Foto: Sonja Funke

Altenbüren.   Viele Bürger fordern in Altenbüren: B7n soll dort gebaut werden, wo sie seit 30 Jahren geplant ist. Nur: Dort sollen geschützte Vogelarten leben.

„Wir wollen Variante 1!“ Deutlicher hätten es die Bürger gestern Abend bei einer ersten informellen Bürgerinfo zu neuen möglichen Streckenführung der B7n nicht machen können. Und sie brachten viele Argumente vor, die für die seit 30 Jahren gewünschte Trasse sprechen. In diesem Bereich allerdings sollen vom Aussterben Vogelarten leben und da sieht Straßen NRW große Schwierigkeiten.

Egal, was Projektleiter Lars Voigtländer von Straßen NRW sowie externe Experten auch argumentierten und welche möglichen Varianten sie zeigten, das Gros der etwa 250 Besucher in der Altenbürener Schützenhalle wollte die Variante 1, die auch immer noch nicht vom Tisch ist, und damit die schon lange avisierte, aber unter anderem wegen des Vorkommens der geschützten Vogelart Raubwürger nicht so leicht umsetzbare Lösung. Erstmal prüfen, welche Vögel und andere Arten aktuell überhaupt noch da sind, dann weiter reden, so der große Wunsch aus dem Podium.

Umwelttechnisch schwierigste Variante ist der Favorit

Variante 1 entlang der Hochspannungsleitung sei die kürzeste, die direkteste und damit auch verkehrstechnisch die beste Variante, so Voigtländer, aber eben umwelttechnisch schwierig: „Schwierig, aber doch nicht unmöglich!“, kam es sofort aus dem Besucherraum, in dem viele Altenbürener sowie Briloner und Antfelder saßen.

Bürger geben Einwände und Ideen direkt vor Ort weiter

Das Interesse war sehr groß. Viele nutzten die ausliegenden Bögen, um ihre Einwände zu verschiedenen Varianten direkt vor Ort mitzuteilen. Ein großer Wunsch am Ende der Diskussion: Man möge doch bitte schnellstmöglich schauen, welche geschützten Arten es auf dem östlichen Abschnitt der Ursprungsvariante 1 noch gebe. Vielleicht seien sie ja schon durch den Bau der benachbarten Windräder vertrieben worden.

Klarer Wille: Straße nicht näher an Wohngebiete rücken

Dann brauche man doch nicht mehr über andere Varianten, die näher an die Wohngebiete rückten, zu diskutieren. Dieser Wunsch wurde von Altenbürenern wie von Brilonern gleichermaßen geäußert.

Projektleiter: „Variante 1 für uns riesiges Problem“

„Die Argumente für Variante 1 sind aus Ihrer Sicht nachvollziehbar, aber für uns stellt sie ein riesiges Problem dar“, schloss der Projektleiter. Der dringliche Auftrag des Bundes an den Landesbetrieb Straßen NRW laute, eine leistungsfähige Bundesfernstraße zu bauen, nicht, irgendwie zu planen.

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