Unfallflucht

Briloner hilft bei der Klärung einer Unfallflucht

Die Polizei versucht auf das Thema „Unfallfluchten“ aufmerksam zu machen, denn oft ist sie auf Hinweise aus der Bevölkerung angewiesen.

Die Polizei versucht auf das Thema „Unfallfluchten“ aufmerksam zu machen, denn oft ist sie auf Hinweise aus der Bevölkerung angewiesen.

Foto: Michael Kleinrensing

Hochsauerlandkreis.  Auf einem Kundenparkplatz in Brilon verursachte ein 67-Jähriger einen Unfall und floh. Die Geschädigte versuchte noch den Unfall zu verhindern.

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Die Kreispolizeibehörde Hochsauerlandkreis möchte im Rahmen ihrer Präventionsarbeit auf das Thema „Unfallfluchten“ hinweisen. Einen wesentlichen Anteil zur Aufklärung von Unfallfluchten können Zeugen beitragen. Diese helfen damit, dass der Geschädigte seinen finanziellen Schaden beim Verursacher geltend machen kann. So auch am Montag in Brilon.

Durch den couragierten Einsatzes eines 31-jährigen Briloners konnte am Montag eine Unfallflucht in Brilon geklärt werden. Gegen 18.20 Uhr parkte ein 67-jähriger rückwärts auf einem Kundenparkplatz auf der Bahnhofstraße aus. Hierbei stieß das Auto gegen ein stehendes Auto einer 37-jährigen Frau aus Welver.

Frau versucht Unfall zu verhindern

Die Frau hupte noch, um den Unfall zu verhindern. Der 67-jährige ignorierte den Zusammenstoß und flüchtete vom Parkplatz. Der 31-jährige Zeuge beobachtete den Unfall. Er nahm die Verfolgung des Pkw auf und sprach den Unfallverursacher beim Aussteigen aus dem Auto an. Daraufhin kehrte der 67-jährige Briloner zum Unfallort zurück. Gegen den Mann wurde ein Strafverfahren eingeleitet.

Im HSK flüchteten im vergangenen Jahr fast 1.700 Unfallbeteiligte. Die Geschädigten bleiben häufig auf den Kosten sitzen. Angst vor Strafe, Vermeidung von Unannehmlichkeiten, Alkohol-/Drogenkonsum oder der Verlust des Schadenfreiheitsrabattes sind wohl die am häufigsten vorkommenden Motive, wie die Polizei im HSK berichtet. Zudem zeigt die polizeiliche Erfahrung, dass sich das Phänomen der Unfallfluchten durch alle gesellschaftlichen Schichten zieht.

Kaum Ermittlungsansätze für die Polizei

In den meisten Fällen fällt die Unfallflucht erst auf, wenn der Geschädigte zurück zu seinem Auto kommt. Für die Polizei bedeutet das: Es gibt nur wenige bis gar keine Ermittlungsansätze. Eine Aufklärungsquote von knapp 45 Prozent in 2018 weist auf die schwierige Arbeit der Ermittler hin. Etwas besser sieht die Aufklärungsquote bei Unfallfluchten aus, bei denen Menschen verletzt wurden. Bei 64 dieser Fluchten ermittelte die Polizei im letzten Jahr 38 Täter. Das entspricht einen Wert von etwa 60 Prozent.

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