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Brilon läuft sich für die Int. Hansetage warm

Ein Duplikat der Hansefahne geht in den kommenden Monaten auf Reise zu den verschiedenen Stätten in Brilon, an denen Hanseaktivitäten stattfinden. Auftakt ist in der Marienschule, wo die HanseArtWorks ausgerichtet wird. Hier die Vertreter verschiedener Hanse-Arbeitskreise mit Bürgermeister Dr. Bartsch (2.v.l.) Das Original der Fahne hängt im Bürgersaal des Rathauses.

Ein Duplikat der Hansefahne geht in den kommenden Monaten auf Reise zu den verschiedenen Stätten in Brilon, an denen Hanseaktivitäten stattfinden. Auftakt ist in der Marienschule, wo die HanseArtWorks ausgerichtet wird. Hier die Vertreter verschiedener Hanse-Arbeitskreise mit Bürgermeister Dr. Bartsch (2.v.l.) Das Original der Fahne hängt im Bürgersaal des Rathauses.

Foto: Jürgen Hendrich

Brilon.  Ein dreiviertel Jahr vor dem Event hat die Stadt Brilon bei der ersten offiziellen Hansetags-Pressekonferenz den Stand der Planungen präsentiert.

Brilon will sich zu den Int. Hansetagen im nächsten Jahr „als weltoffene Stadt darstellen“ und den „europäischen Gedanken mit Leben erfüllen“. Das sagte Bürgermeister Dr. Bartsch Freitag Nachmittag beim ersten formellen Hansetags-Pressegespräch. Das gab zugleich den Startschuss für eins der zentralen Projekte der Veranstaltung: der HanseArtWorks, dem traditionellen Kunst-Projekt der Int. Hansetage. Motto der Aktion in Brilon: „Leute - Orte - Träume“.

Kreativ Schaffende der 195 Hansestädte sind aufgerufen, Fotos und Filme zu diesem Thema einzureichen. Die Arbeiten sollen die Wünsche und Visionen der Menschen der jeweiligen Städte darstellen, sie mit der Geschichte und der Zukunft ihrer Heimat verknüpfen und so mögliche Ansätze und Anstöße für Veränderungen zu geben - in bester Hansebund-Tradition. Eine Jury wählt aus den Bewerbungen 16 Künstler aus, deren Arbeiten dann in der Marienschule präsentiert werden.

Kunstprojekt mit Fotos und Filmen

Das Medium Foto und Film ist aus einem pragmatischen Grund gewählt: Die Arbeiten lassen sich digital versenden. Da nicht alle Hansebund-Mitglieder aus EU-Staaten kommen, könne es, wie sich in der Vergangenheit schon gezeigt habe, erhebliche Probleme mit dem Zoll geben, wie die Leiterin des Hansetags-Organisationsstabes, Ute Hachmann, sagte. Parallel zu den Präsentationen richtet der Kunstverein Brilon in der Marienschule einen Kunstmarkt mit Künstlern aus der Region aus.

Erstmals bei einem Int. Hansetag dabei ist Weißrussland. Neben Polozk, der ältesten Stadt des Landes, gehört auch noch Vitebsk dem Hansebund an. Jahrzehnte sei beiden die Teilnahme verwehrt worden, so Bürgermeister Dr. Bartsch; nicht zuletzt dank des Engagements des Briloner SPD-Bundestagsabgeordneten Dirk Wiese, dem Regierungsbeauftragten für Russland und die anderen postsowjetischen Länder, sei dies möglich geworden. Wiese habe auch maßgeblichen Anteil daran, dass Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier als Schirmherr gewonnen werden konnte.

Anmeldefrist beginnt am 1. November

Ab dem 1. November können sich die Hansestädte auf dem Hanse-Portal anmelden. Ute Hachmann rechnet damit, dass etwa 100 bis 120 der 195 Hansestädte den Weg ins Hochsauerland auf sich nehmen und mit 1500 bis 2000 Personen aktiv am Programm teilnehmen, darunter etwa 100 Jugendliche, für die mit der YouthHanse ein eigenes Programmpaket ausgearbeitet wird.

Zudem richten sich die Organisatoren auf über die drei Tage auf rund 120.000 Besucher ein. Die Stadt des Waldes gehört zu den kleinen Ausrichtern dieses internationalen Events, lediglich Visby (Schweden), Viljandi (Estland) und Salzwedel hatten noch weniger Einwohner.

Als nächster Hansetags-Termin steht der Besuch der Hanse-Kommission vom 25. bis 27. Oktober an. Dazu werden etwa 60 Delegierte der 16 Hanse-Nationen erwartet. Sie wollen sich bei diesen Meetings einen Eindruck von der Gastgeber-Stadt und dem Stand der Vorbereitungen verschaffen.

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