Sanierung

Berufskolleg Olsberg: Sanierungskosten steigen stark an

Blick auf (von unten) Bahnhof, Busbahnhof und Berufskolleg. Von dem Hauptgebäude, hier oberhalb des Neubaus, soll die dritte Etage komplett abgerissen werden. Der Ersatzbau soll bei den Turnhallen (links) erfolgen.

Blick auf (von unten) Bahnhof, Busbahnhof und Berufskolleg. Von dem Hauptgebäude, hier oberhalb des Neubaus, soll die dritte Etage komplett abgerissen werden. Der Ersatzbau soll bei den Turnhallen (links) erfolgen.

Foto: Hans Blossey

Olsberg.   Berechnungen zufolge wäre die zu zahlende Summe fast acht Millionen Euro höher als angedacht. So versucht die Schule die Kosten gering zu halten.

Teurer als bisher veranschlagt fallen die Sanierungsarbeiten im Berufskolleg in Olsberg aus. Die von der Asbest-Belastung betroffene dritte Etage war vor rund 30 Jahren in Stahlbauweise auf das Schulgebäude aufgesetzt worden. Bei Voruntersuchungen zu einer groß angelegten energetischen Sanierung des gesamten Schulkomplexes war im Sommer 2018 in der Verkleidung der Stahlträger und Stützen die Kontaminierung aufgefallen. Betroffen ist eine rund 1000 qm große Fläche. Derzeit laufen die Sanierungsarbeiten. Der Schulausschuss beschäftigt sich am kommenden Montag, 17. Juni, mit den gestiegenen Kosten, die das Projekt verursacht.


5,42 Millionen Euro sollten die Kosten der Sanierung laut einer Planung 2017 noch betragen. Damals ging es lediglich um die energetische Sanierung des Gebäudes 1 am Berufskolleg Olsberg. Die Erweiterung der Verwaltung, die Einrichtung eines zentralen Lehrerzimmers, der Einbau von zwei Aufzügen, sowie unter anderem die Herstellung der Barrierefreiheit der Stufenanlagen zum Schulhof sind in diesem Rahmen vorgesehen.

Flächenreduzierung um rund 800 Quadratmeter

8,97 Millionen Euro betrugen die veranschlagten Kosten 2018, als der Kreistag bedingt durch den Asbestfund unter anderem die Verwaltung damit beauftragte, den Raumbedarf und die Kosten eines Neubaus als Ersatz für die durch den Rückbau im dritten Obergeschoss des Gebäudes 1 entfallenen Räume zu ermitteln. Zum damaligen Zeitpunkt betrugen die Kosten für die Asbestsanierung 0,9 Millionen Euro und der Abriss plus Neubau der Räumlichkeiten drei Millionen Euro. Durch den verminderten Sanierungsaufwand bleiben die Kosten so unter neun Millionen Euro.

9,35 Millionen Euro veranschlagen die Arbeiten laut einer aktuellen Schätzung der Arbeiten laut des beauftragten Architekturbüros Homann in Brilon.
Die Kosten für die energetische Sanierung stiegen dabei ebenso an, wie die Kosten für die Erweiterung des Erdgeschosses.

13,2 Millionen Euro sollen die Gesamtkosten inklusive der Asbestsanierung und der Kosten für den Neubau nach heutigem Stand betragen. Für den Ersatzbau für das Gebäude 1 wurden im Rahmen der Vorplanungen die Kosten lediglich geschätzt und belaufen sich auf 3,84 Millionen Euro. Bei dieser Maßnahme wird nicht ein flächengleicher Neubau berücksichtigt. In Zusammenarbeit mit der Schule entstand ein vorläufiges Raumkonzept, das mit einer Flächenreduzierung von derzeit 1876 Quadratmetern auf künftig 1,008 Quadratmetern einhergeht.

Fördergelder aus Kommunalinvestitionsfördergesetz

Für die energetische Sanierung stehen Fördergelder aus dem Kommunalinvestitionsfördergesetz in Höhe von 2,124 Millionen Euro zur Verfügung. Die Beantragung weiterer Fördergelder für die Außenanlagen und für den zu erstellenden Neubau wird derzeit von der Verwaltung geprüft. Die Planungen sowie die einzelnen Kostenberechnungen/-schätzungen werden von den Architekten Homann und dem Büro Geologik in der Sitzung des Schulausschusses erläutert.

Der Schulausschuss und der Kreisausschuss empfehlen dem Kreistag, die bereits begonnenen Sanierungsarbeiten fortzusetzen und den Abriss des dritten Obergeschosses vorzunehmen. Außerdem soll ein Ersatzbau errichtet werden. Sofern die Kosten für beide Maßnahmen nicht durch Fördermittel gedeckt sind, sollen diese aus dem Kreishaushalt zur Verfügung gestellt werden.


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