Schützenjubiläum

Ausstellung „600 Jahre Briloner Schützen“ im Haus Hövener

Ausstellungseröffnung im Haus Hövener u.a. mit dem amtierenden Briloner Schützenpaar (Mitte),Stadtchronist Winfried Dickel (rechts) und Carsten Schlömer.

Ausstellungseröffnung im Haus Hövener u.a. mit dem amtierenden Briloner Schützenpaar (Mitte),Stadtchronist Winfried Dickel (rechts) und Carsten Schlömer.

Foto: Joachim Aue

Brilon.  Im Stadtmuseum „Haus Hövener“ ist die Ausstellung zum 600-jährigen Bestehen der St.-Hubertus-Schützenbruderschaft Brilon eröffnet worden.

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Die Schützen sehen sich als Bewahrer der Tradition. Wie viel Wahrheit in dieser Aussage steckt, wurde am Donnerstag bei der Eröffnung der Ausstellung aus Anlass des 600-jährigen Jubiläums der St.- Hubertus-Schützenbruderschaft Brilon im Haus Hövener mehr als deutlich.

Einzigartige Dokumente des Schützenwesens aus sechs Jahrhunderten geben Zeugnis von der Tradition des Schützenwesens in Brilon, das selbst in mehr als schwieriger Zeit nie ganz zum Erliegen gekommen ist.

Ausstellung im Haus Hövener läuft bis zum 31. Mai

Im gesamten Erdgeschoss des Museums am Markt können noch bis zum 31. Mai Exponate wie eine alte Schützenfahne, eine Armbrust, die Königskette, das Diadem der Königin oder ein Pokal aus dem Jahre 1937 von einem Schießwettbewerb im Marsberg besichtigt werden. Zahlreiche Bilder erinnern an die Königspaare seit 1947, an die Majore, die Vereinsgeschichte und an die Schützenhalle. Sie dokumentieren aber auch, wie die alten Werte des Schützenwesens „Glaube, Sitte Heimat“ einst und jetzt gelebt wurden.

Im Beisein fast des gesamten Schützen- und Ehrenvorstandes, - mit dabei auch das Königspaar Oliver und Anke Czwikla-Werner, Jungschützenkönig Jonas Tilly, Bürgermeister Dr. Christof Bartsch, Präses Propst Dr. Reinhard Richter, der heimischen SPD-Bundestagabgeordneten Dirk Wiese sowie zahlreiche Briloner Heimatfreunde - fiel die Begrüßung von Hausherr und Stadtchronist Winfried Dickel recht launisch aus. Meinte er doch: „Ich komme gerade von Turm der Propsteikirche und von der Stadtmauer am Derker Tor und habe dort die Stellungen der Schützen kontrolliert.“

Noch bis ins späte Mittelalter die Stadt verteidigt

So müsse man sich die Aufgabe der Schützen bei der Gründung der Briloner St.-Hubertus-Schützen auf den Tag genau vor 600 Jahren vorstellen. Noch bis ins späte Mittelalter seien es die Schützen gewesen, die ihre Stadt verteidigt hätten.

Auf die Zahl 1417 im Vereinsnamen sei man besonders stolz, betonte Norbert Föckeler, Mitglied des Kuratoriums von Haus Hövener und Hauptmann der Ehrenkompanie der Bruderschaft. Sein Dank galt allen, die ihre Bilder und alte Schätzchen für diese wohl einmalige Ausstellung zur Verfügung gestellt haben. Auch wenn vieles schon im Bestand von Haus Hövener war, so müsse auch der Name des Briloner Heimatforschers Gerhard Brökel genannt werden, aus dessen Nachlass nicht nur so manche alte Urkunde stamme. Und der Name von Carsten Schlömer, dessen Engagement im Vorfeld der Ausstellung gar nicht hoch genug zu loben sei.

Der wissenschaftliche Mitarbeiter des Hauses Hövener sagte, dass es eine anspruchsvolle Herausforderung gewesen sei, eine solche Ausstellung zu konzipieren. Schließlich sei es darum gegangen, den Werdegang der Bruderschaft im Wandel der Zeit zu schildern und das Phänomen Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft in Einklang zu bringen.

Carsten Schlömer wies in seiner Ansprache darauf hin, dass auch die Moderne und die Neuzeit in dieser Präsentation nicht zu kurz kommen, zumal gerade auf Jugendarbeit bei den Briloner Hubertusschützen großer Wert gelegt werde. Schlömer: „Kommen doch aus den Reihen der Jungschützen die Vorstandsmitglieder der Zukunft!“

„Nur so kann Geschichte lebendig gehalten werden“

Major Herbert Jätzel war überzeugt, dass die Ausstellung gut ankomme, denn so mancher habe dieses Schützenwesen ein Stück mit begleitet, manche schon seit dem 550-Jährigen der Bruderschaft 1967 wie die fünf Ehrenvorstandsmitglieder im Haus Hövener. Major Jätzel bedankte sich noch einmal bei allen, die diese Ausstellung erst möglich gemacht haben und wünschte reichlich Diskussionsstoff: „Nur so kann Geschichte lebendig gehalten werden.“

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