Kirmes

Michaelis-Kirmes in Brilon wächst um 120 Meter

Michaelis ist immer wieder ein Magnet für Groß und Klein. Hoffentlich ist in diesem Jahr das Wetter besser als im letzten.

Michaelis ist immer wieder ein Magnet für Groß und Klein. Hoffentlich ist in diesem Jahr das Wetter besser als im letzten.

Foto: Joachim Aue

Brilon.  Die Briloner Michaelis-Kirmes wächst in diesem Jahr um 120 Meter. Für die Stadt ist das so etwas wie eine Generalprobe für die Hansetage 2020.

Die Michaelis-Meile ist in diesem Jahr gut 120 Meter länger. Erstmals zieht sich der Rummel die ganze Strackestraße durch bis hin zum Kreisverkehr mit der Derkeren und Oberen Mauer. Dort markiert der „Freak“ den Kirmeskopf. Und dass dort richtig was los sein wird, dafür sorgt El Loko, der Salitos-Stand. Der war bisher hinter dem Rathaus Treffpunkt für die feierfreudige jüngere Generation. Jetzt gibt es Drinks, Food, Coffee und Co. nebst lauter Mucke am Glockenturm in der Strackestraße/Ecke Marktgasse.

Mit der Verlängerung, so Marktmeister Winfried Pape, schaffe man eine bessere Anbindung an den Krammarkt in der Derkeren Mauer und den angrenzenden Straßen. Zudem sei dies ein Testlauf für die Hansetage im kommenden Jahr, die ja ebenfalls mehr Platz in der Innenstadt in Beschlag nehmen wie eine übliche Michaelis-Kirmes.

Was immer wieder im Vorfeld ein Thema ist: das Kirmes-Verbot. In den vergangenen Jahren wurden einige junge Männern, die durch Gewalttätigkeit unangenehm aufgefallen waren, von der Kirmesmeile verbannt. In diesem Jahr ist das - zumindest bisher - noch nicht der Fall.

Sicherheitsüberprüfung

Groß geschrieben wird - auch in Anbetracht des Dramas mit der explodierten Bratpfanne bei einem Dorffest im Siegerland vor zwei Wochen - das Thema Sicherheit. Die Gewerbeaufsicht kontrolliert die Stände, seitens der Stadtverwaltung werden bei den Großfahrgeschäften die Prüfbücher und der sachgerechte Aufbau inspiziert. Schon mal, erinnert sich der Marktmeister, mussten Paletten, die zum Nivellieren untergeschoben wurden, gegen Kanthölzer ausgetauscht werden.

17 Fahrgeschäfte

Für Adrenalin-Schübe sorgen u.a. das Action-Karussell „Heroes“ auf dem Mistemarkt, bei dem ebenso bis zu 4 G Fliehkraft erreicht werden wie beim Highspeed-Karussell „Jetlag“ am Finanzamt-Kreisverkehr. Hoch hinaus geht es für Mutige in der Strackestraße am „T-Rex“-Freifallturm und der 40 m hohen Highspeed-Schleuder „Freak“. Optischer Mittelpunkt der Kirmes ist traditionell das Columbia-Riesenrad auf dem Marktplatz. Insgesamt garantieren 17 Fahrgeschäfte Kirmesspaß für Groß und Klein.

Kein Pfand aufs Glas Bier

Anstelle des an den Glockenturm verlegten Salitos-Standes lädt in diesem Jahr ein Winzer die Michaelis-Bummler am Geschichtsbrunnen hinter dem Rathaus zum Verweilen ein. Die Stadt hat ihre drei Stände traditionell versteigert. Die Mindestgebote lagen für die Stände am Marktplatz und am Törchen bei 2000 Euro und am Kolpinghaus bei 3000 Euro. Ausgeschenkt werden aufgrund entsprechender Rahmenverträge Bier und alkoholfreie Getränke von Warsteiner und Germeta. Das 0,2-Liter-Glas darf - wie bisher - maximal 1,40 Euro kosten. Pfand gibt es nicht, Ausnahme: alkoholhaltige Getränke in Flaschen. Für die privat betriebene Getränkestände gelten diese Vorgaben nicht.

Verkehrsführung

Wegen der Verlängerung des Kirmesbetriebs durch die gesamte Strackestraße ist dort kein Platz mehr für die Bus-Ersatzhaltestellen. Die befinden sich jetzt ein Stück weiter in der Altenbürener Straße im Bereich der Kaiser-Tankstelle, und zwar in jeder Fahrtrichtung drei. Am Freitag und Samstag bietet die RLG bis tief in die Nacht Sonderfahrten. Das Nacht-Anrufsammeltaxi (AST) Brilon Olsberg ist deshalb von Samstag auf Sonntag nicht im Einsatz, wohl aber von Montag auf Dienstag.

Weitere Infos gibt es im Internet auf www.rlg-online.de bzw. unter 01806 504030. Die Regelung gilt ab Dienstag, dann treten auch die ersten Einschränkungen für den allgemeinen Verkehr in Kraft.

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