VfL Bochum

VfL muss sich in Magdeburg durchbeißen

Wechsel in der Startelf: Chung-yong Lee wird wieder beginnen für den VfL Bochum.

Wechsel in der Startelf: Chung-yong Lee wird wieder beginnen für den VfL Bochum.

Foto: Udo Kreikenbohm

Der Mantel bleibt kurz: Der VfL Bochum muss in Magdeburg auf den Kader setzen, der auch gegen Aue zur Verfügung stand.

Der VfL Bochum muss vorerst mit dem vorhandenen Personal auskommen, der Mantel bleibt vor dem anspruchsvollen Jahresausklang mit vier Spielen, darunter gegen drei Topteams der Liga, kurz. Vor dem Gang nach Magdeburg, wo am Sonntag zum ersten Mal in der Vereinsgeschichte das Kräftemessen mit dem 1. FC ansteht, hat VfL-Trainer Robin Dutt keinen Zugang aus der Krankenabteilung erhalten. Die Bochumer werden in Sachsen-Anhalt mit dem 18 Spieler umfassenden Kader anreisen, der auch schon gegen Aue zur Verfügung stand.

U19-Spieler Römling wieder im Kader

Weil Timo Perthel weiterhin fehlt, wird Außenverteidiger Moritz Römling aus der U19 wieder dabei sein. Auch Robbie Kruse fehlt weiterhin, so wie Sebastian Maier und einige weitere Akteure. Über das Wochenende hinausgeschaut, geht Dutt in Sachen Maier lieber vom Gaspedal und äußert sich eher „zurückhaltend“ auf die Frage, ob der ehemalige Hannoveraner in diesem Jahr noch einmal spielen wird. Anders sieht es im Fall Kruse aus. Den Australier erwartet der VfL-Trainer „in jedem Fall“ noch 2018 auf dem Rasen. Angesichts der auf Magdeburg folgenden Gegner St. Pauli, Union Berlin und Köln sicher keine ganz unwichtige Personalie.

Zu hoffen bleibt deshalb, dass der zu erwartende Kraftakt in Sachsen-Anhalt keine neuen Opfer unter den Bochumern fordert. „Spätestens nach 50 Minuten ist der Rasen kaum noch bespielbar“, hat selbst Magdeburgs Manager Mario Kallnik kürzlich eingeräumt. Bedeutet: In der MDCC-Arena wird es, je länger das Spiel läuft, umso mehr an die Substanz gehen, spielerische Glanzlichter sind dort weniger gefragt und wohl auch weniger möglich. Für ­Robin Dutt, der sich hütet, aus den äußeren Bedingungen, sei es der Zustand des Rasens oder die umfangreiche Krankenakte, Probleme abzuleiten, kein relevantes Thema: „Sicher würden wir lieber einen guten Rasen nehmen, aber das gehört dazu. Dann geht es eben etwas grober zur Sache.“

Dutt hat Respekt vor dem Gegner Magdeburg

Dem Gegner spricht der 53-Jährige eine Qualität zu, die nicht unbedingt mit dem vorletzten Tabellenplatz, den die Magdeburger derzeit belegen, korrespondiert. „Sie haben viele Spiele erst in den Schlussminuten abgegeben, sind dabei couragiert aufgetreten und sind den Gegner hoch angelaufen.“ In Anbetracht der großen Unterstützung, die der Aufsteiger auch in dieser schwierigen Zeit von seinem ­Anhang erfährt, erwartet der ­VfL-Trainer, dass es am Sonntag „sehr emotional zugehen wird“.

Bleibt der Kader des VfL Bochum unangetastet, so wird die Startelf geringfügig verändert. Chung-yong Lee, den Dutt nach seiner Länderspielreise zunächst geschont und dann gegen Aue im Laufe der zweiten Halbzeit eingewechselt hatte, wird dieses Mal wieder beginnen. „Er ist in der Lage, sich aus dem Pressing zu befreien“, nannte der VfL-Trainer einen Vorzug des Südkoreaners, mit dessen Einwechselung am letzten Spieltag der Druck der Bochumer auf Aue noch einmal zugenommen hatte. Lees Erfahrung und Anpassungsfähigkeit machen ihn zu einem wichtigen Teil der Mannschaft, deren Spiel, so Robin Dutt, „unabhängig ist vom jeweiligen Gegner“ und von einem starren System. „Fluide“ nennt Dutt das, man könnte auch sagen, die Spieler reagieren aus einer Grundordnung heraus situationsbedingt. Und ­„setzen das immer besser um“.

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