VfL Bochum

VfL Bochum bangt um Tim Hoogland und Stefano Celozzi

Sollte Tim Hoogland (oben) ausfallen, wird wahrscheinlich Anthony Losilla in die Bochumer Innenverteidigung rücken.

Sollte Tim Hoogland (oben) ausfallen, wird wahrscheinlich Anthony Losilla in die Bochumer Innenverteidigung rücken.

Foto: Guido Kirchner/dpa

Bochum.   Die Verletzungsprobleme beim VfL Bochum nehmen kein Ende. Vor dem Spiel in Fürth am Freitag sind Tim Hoogland und Stefano Celozzi fraglich.

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Sechs Spieler standen bereits auf der Ausfallliste, zwei weitere Profis des VfL Bochum drohen nach dem etwas frustrierenden 3:3 gegen Regensburg am Montag und vor dem Freitagspiel in Fürth diese Negativ-Liste noch zu erweitern. Im Spätherbst plagen den VfL gravierende personelle Probleme. Und diesmal ist die Defensive betroffen, denn mit Stefano Celozzi und Tim Hoogland stehen zwei Abwehrspieler auf der Kippe.

Celozzi, der am Montag in der Schlussphase wegen muskulärer Probleme ausgewechselt werden musste, soll sich am heutigen Donnerstag vor der Abfahrt einem Belastungstest unterziehen. Hoogland klagte über Schmerzen im Hüftbereich. Sollte Celozzi abwinken, wäre für ihn das Thema Fürth wohl erledigt. In Sachen Hoogland sagte VfL-Trainer Robin Dutt: „Wenn es eine Restchance gibt, werden wir sie in Anspruch nehmen.“ Heißt: Vielleicht reist der Abwehrchef mit - in der Hoffnung, dass die Beschwerden noch abklingen bis zum Anpfiff.

Sollten beide ausfallen, dann müsste sich Dutt, um auch den 18. Kaderplatz zu besetzen, bei der A-Jugend bedienen. Was für ihn eine Selbstverständlichkeit wäre: „Ich werde nie nur mit 17 Spielern antreten, sondern in diesem Fall immer einen Jugendspieler nominieren.“ Allerdings dürfte die Startelf Kopfschmerzen bereiten, wenngleich der VfL-Trainer bereits „ein, zwei Lösungen“ im Kopf hat. Die erste Option wäre sicher eine Innenverteidigung mit Jan Gyamerah und Anthony Losilla, der bislang immer, wenn er in dieser Rolle gebraucht wurde, funktioniert hat. Die Mittelfeld-Position des Franzosen könnte Vitaly Janelt übernehmen.

VfL-Trainer Dutt macht keine große Sache aus dem Engpass

Aber wer spielt dann auf der rechten Seite hinten? Timo Perthel hat man sicher keinen Gefallen getan, ihn auf dieser Position in den letzten Minuten gegen Regensburg ins Gefecht zu schicken. Von einer Wiederholung ist deshalb dringend abzuraten. Bliebe vor allem Jungprofi Tom Baack, der sich in vielen Vorbereitungs- und Trainingsspielen an die Rolle des rechten Verteidigers gewöhnen konnte. Die zweite Variante dreht sich um Patrick Fabian und „Toto“ Losilla im Abwehrzentrum. In dem Fall wäre Jan Gyamerah für die rechte Seite frei. Wie auch immer, Robin Dutt macht keine große Sache aus dem personellen Engpass. „Ein Ausfall ist zu viel, sieben Ausfälle machen einen Erfolg nicht unmöglich“, sagt er mit der ganzen Gelassenheit, die ihn seit seinem Beginn in Bochum auszeichnet.

Segensreich für den VfL wäre es sicherlich, wenn sich Robbie Kruse und Tom Weilandt, der ja auch eine Fürther Vergangenheit an, wieder etwas besser in Szene setzen könnten als noch gegen Jahn Regensburg. Lukas Hinterseer und der bislang formidable Chung-yong Lee, zu dessen Verpflichtung sich Sebastian Schindzielorz immer noch gratulieren darf, können die Offensivlast nicht allein auf ihren Schultern tragen.

Am vergangenen Montag haben die Bochumer eine große Chance verpasst, sehr nahe an Rang drei heranzurücken und damit noch ein paar Kohlen auf das so dahinglimmende Euphoriefeuer zu schaufeln, nun haben sie erneut eine Möglichkeit, zumindest Boden gutzumachen. Im Falle eines Sieges hätten sie nämlich die Gastgeber ein- und dank des Torverhältnisses sogar überholt. Aber vielleicht sollte man gar nicht erst darüber sprechen, was in diesem oder jenem Fall sein könnte. Und Bäume ausgerissen haben die Bochumer bislang selten in Fürth.

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