Wintersport

Skispringer Stephan Leyhe verzichtet auf Weltcup-Teilnahme

Stephan Leyhe ist weiter gesetzt.

Stephan Leyhe ist weiter gesetzt.

Foto: DPA

Essen.  Skisprung-Trainer Stefan Horngacher verordnet Stephen Leyhe und anderen Skispringern mit Verletzungen eine Erholungspause.

Das immerwährende Lächeln ist Stephan Leyhes Markenzeichen. Es gibt kaum einen Moment, in dem man den Skispringer nicht grinsend erlebt. Auf dem jüngsten Schnappschuss, den der 28 Jahre alte Willinger auf Instagram veröffentlicht hat, sind die Mundwinkel angehoben, jedoch nicht bis zum höchsten Punkt gezogen. Leyhe, so zeigt ihn das Bild vom Mittwoch, balanciert in Trainingskleidung auf einer Hantelstange. Es bringt ihm das Gefühl des Fliegens zurück, das er jedoch in diesem Winter nicht mehr so authentisch wie möglich erleben wird: Stephan Leyhe wird nach seinem Kreuzbandriss im vergangenen März auf den neuen Weltcup und damit auch auf die in den Wettbewerb eingebettete Heim-WM in Oberstdorf (23. Februar bis 7. März) verzichten, kündigte Bundestrainer Stefan Horngacher am Donnerstag an: „In diesem Jahr springt der Stephan definitiv nicht.“

Skispringer sollen Verletzungen auskurieren

Der Bundestrainer verfolgt beim Willingen-Sieger des vergangenen Winters den gleichen Plan wie bei den ebenfalls an den Kreuzbändern verletzten Andreas Wellinger und David Siegel: „Wir werden ein Jahr Pause machen, um diese Verletzung möglichst komplett auszuheilen und beginnen nächstes Jahr erst neu mit dem Training auf der Schanze“, erklärte Horngacher am Rande der Deutschen Meisterschaft in Oberstdorf. Leyhe war am 11. März beim letzten Sprung der Saison in Trondheim böse gestürzt: Das vordere Kreuzband war durch und wurde anschließend in einer Operation durch eine körpereigene Quadrizepssehne ersetzt. Auch Menisken waren gerissen und wurden genäht.

Leyhe: Alles außer Skispringen

Was sowohl dem Bundestrainer als auch dem inzwischen in den Schwarzwald umgezogenen Sauerländer Mut macht: „Er hatte nie Schmerzen, nie Schwellungen im Knie. Die Operation ist äußerst gut verlaufen“, sagte Horngacher. Leyhe gehe es auch „sehr, sehr gut“, der Team-Weltmeister von Innsbruck 2019 hat laut Horngacher „die ärztliche Freigabe, alles machen zu können – bis auf Skispringen.“ Auch wenn Leyhe beim Auftakt am 21./22. November im polnischen Wisla sowie in der gesamten Saison nur Zuschauer sein kann, dürfte sein Lächeln schon bald wieder wie gewohnt ausfallen.

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