Hockey

Mission Titelverteidigung für Uhlenhorsts Hockeyherren

Timm Herzbruch (r.) kämpft mit Mülheim um die Deutsche Meisterschaft.

Timm Herzbruch (r.) kämpft mit Mülheim um die Deutsche Meisterschaft.

Foto: Udo Gottschalk

Mülheim.  Das Mülheimer Hockey-Team vom HTC Uhlenhorst spielt beim Final Four in Krefeld um die Deutsche Meisterschaft. Trainer Schlingemann warnt.

Wenn es um seine Arbeit geht, kommt Omar Schlingemann sofort zum Punkt: „Der größte Fehler wäre es, den Spielern jetzt noch neue Dinge im Training beizubringen“, lautet seine unmissverständliche Ansage. Er weiß ja auch, wovon er spricht. Schließlich ist er der Herrentrainer des HTC Uhlenhorst aus Mülheim – des amtierenden Feldhockey-Meisters.

Am Samstag startet für die „Uhlen“ die Mission Titelverteidigung in Krefeld. Die Rivalen heißen UHC Hamburg, Rot-Weiss Köln und Mannheimer HC – Mülheim aber kommt als vermeintlicher Favorit an die Gerd-Wellen-Hockeyanlage in den Krefelder Stadtwald. Uhlenhorst hat die Hauptrunde als Tabellenerster abgeschlossen, die meisten Tore geschossen (95) und nebenbei den Allzeit-Punkterekord in der Feldhockey-Bundesliga (53 Punkte aus 22 Spielen) geknackt.

Treffen mit alten Bekannten

„Das hat aber überhaupt nichts auszusagen“, betont Schlingemann. „Denn das Finalwochenende ist noch mal ein völlig neuer Wettbewerb.“ Grund für seine bewusste Zurückhaltung ist vor allem der Halbfinalgegner – der UHC Hamburg (15.30 Uhr). „Eine ziemlich erfahrene und taktisch sehr gut eingestellte Truppe“, warnt er. In Lloyd Norris-Jones (33 Jahre), Rhett Halkett (33) oder Peter Kohl (30) tummeln sich viele Altstars im Kader des besten Nordvereins. Und da wäre dann noch Jan-Philipp Rabente (31), der etliche Jahre für Mülheim gespielt hat, bevor es ihn 2013 in die Hansestadt zog. „Klar, Rabente müssen wir in die Mangel nehmen. Der bekommt zweimal den Ball fest vor den Fuß gespielt, dann weiß auch er Bescheid“, sagt Schlingemann mit einem Augenzwinkern.

Lauf- und Arbeitsbereitschaft sind für den niederländischen Trainer die Faktoren für den Erfolg seiner jungen Mannschaft. „Wenn ich sehe, wie die Jungs für den Nebenmann ackern, kann ich nur den Hut ziehen“, sagt er. In Timm Herzbruch stellt Mülheim zudem den Torschützenkönig der Liga.

Die Tagesform bestimmt

Diese positiven Aspekte können aber trotzdem wertlos sein, wenn die Tagesform nicht stimmt. Vorgaben, wie sich seine Mannschaft auf das Finalwochenende vorzubereiten habe, gebe es bei Omar Schlingemann aber nicht. Überflüssig, denn: „Wenn jemand nicht versteht, worum es beim Final Four geht, hat er auf dem Platz auch nichts zu suchen.“

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