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Handball-Bundestrainer Christian Prokop ruft Neustart aus

Christian Prokop.

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Christian Prokop. Foto: dpa

Dortmund.   Mehr Offenheit, mehr Gespräche, mehr Spaß soll es in der Nationalmannschaft geben. Testspiel in der Dortmunder Westfalenhalle gegen Serbien.

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Es hatte schon etwas Ironisches, dass der Deutsche Handballbund seine Pressekonferenz in den Räumlichkeiten eines Sponsors ausrichtete – einer Krankenkasse. Ironisch deshalb, weil es in diesem Fall ja um einen seit Ende Januar aktenkundigen Patienten ging: die Handball-Nationalmannschaft.

Christian Prokop sah jedoch entspannt aus, als er am Dienstag auf dem Podium Platz nahm, um über die kommenden zwei Testspiele gegen Serbien am 4. April in Leipzig und am 7. April in der Dortmunder Westfalenhalle zu sprechen.

Seit dem enttäuschenden EM-Aus Ende Januar war es ruhig geworden um den 39-Jährigen. Zwar wurde viel über ihn diskutiert. Über einen angeblichen Wutausbruch vor dem Spiel gegen Spanien (der Verband bestritt). Über angebliche Meutereien im Team (die Spieler bestritten). Über taktische Fehler (niemand bestritt). Prokop selbst aber meldete sich selten zu Wort. Sogar der Pressekonferenz Mitte Februar, in der seine Weiterbeschäftigung verkündet wurde, blieb der Bundestrainer fern.

Nun also kam Prokop nach Dortmund. Und alles schien wie vor dem EM-Debakel. Wie immer trug er ein schwarzes Polohemd mit dem Bundesadler, wie immer sprach er ruhig und überlegt. Weniger über die EM und die nachfolgende mediale Kritik. Diese „schwere Zeit“ habe er mit dem Rückhalt von Familie und Freunden überstanden. Doch diese Wochen seien „abgehakt“.

Kräfte für Heim-WM bündeln

Prokop sprach lieber über die Zukunft. Er habe mit Spielern und Bundesliga-Verantwortlichen gesprochen, alle wollen die Kräfte für die WM in Deutschland und Dänemark im Januar bündeln. Die Botschaft am Mittwoch: Neuanfang, der Patient ist auf dem Weg der Besserung.

Dafür will auch Prokop Eingeständnisse machen. Mehr Offenheit, mehr Gespräche, mehr Spaß sollen seine Arbeit prägen. „Man wird Veränderungen sehen“, sagt Prokop. Die ersten schon gegen Serbien, wo die während der EM verletzten Niclas Pieczkowski und Simon Ernst auf der Rückraum-Mitte-Position, einem der EM-Schwachpunkte, wieder Routine einbringen sollen.

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