Kommentar

Ende des Nike Oregon Projects ist die richtige Entscheidung

Der umstrittene Leichtathletiktrainer Alberto Salazar wurde wegen Verstößen gegen die Anti-Doping-Regeln für vier Jahre gesperrt.

Der umstrittene Leichtathletiktrainer Alberto Salazar wurde wegen Verstößen gegen die Anti-Doping-Regeln für vier Jahre gesperrt.

Foto: dpa

Essen.  Aufgrund von Doping-Vorwürfen schließt Nike sein Oregon Project in Portland (USA). Das betrifft auch Konstanze Klosterhalfen. Ein Kommentar.

Das umstrittene Nike Oregon Project in Portland (USA) wird geschlossen. Es ist die einzig richtige Entscheidung. Auch wenn sich die Dopingvorwürfe auf die Zeit von 2010 bis 2014 beschränken, auch wenn Cheftrainer Albero Salazar inzwischen für vier Jahre gesperrt ist, läuft auch bei den Athleten der Verdacht mit, die derzeit dem Oregon Project angehören.

Es ist auch die beste Lösung für Konstanze Klosterhalfen, die bei der Weltmeisterschaft in Doha die Bronzemedaille über 5000 Meter gewann. Die 22-Jährige ist zweifellos das größte deutsche Lauftalent. Und ebenso unbestritten ist es, dass gegen die Leverkusenerin keinerlei Hinweise auf Dopingvergehen vorliegen. Aber durch den Skandal um das Oregon Project wird auch ihr Ruf beschädigt.

Intelligente Trainingsmethoden sind wichtig

Konstanze Klosterhalfen muss jetzt in Ruhe und in Abstimmung mit dem Deutschen Leichtathletik-Verband nach einer klugen Lösung suchen. Fakt ist aber auch, dass nicht alles schlecht ist, was in Oregon auf die Beine gestellt worden ist. Talent allein reicht nicht, um in der Weltspitze mitzuhalten. Auch nicht, wenn immenser Trainingsfleiß hinzukommt. Wichtig sind intelligente Trainingsmethoden, die auf neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen beruhen. Und das geht nicht ohne Geld. Es bleibt abzuwarten, ob Nike weiterhin die betroffenen Läufer wie Konstanze Klosterhalfen finanziell in der bisherigen Höhe unterstützt.

Eine intelligente Lösung ist jetzt nötig. Der Ansatz des Oregon Projects war richtig. Es muss jetzt nur gewährleistet werden, dass im Training keine unerlaubten Mittel angewendet werden. Transparenz ist nun nötig. Nur so kann das Vertrauen der Öffentlichkeit zurückgewonnen werden.

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