Sport

Bund und Länder beschließen: Profisport nur noch ohne Zuschauer

Bundeskanzerin Angela Merkel und die Ministerpräsidenten beraten über neue Corona-Maßnahmen.

Bundeskanzerin Angela Merkel und die Ministerpräsidenten beraten über neue Corona-Maßnahmen.

Foto: dpa

Berlin.   Aufgrund der ansteigenden Corona-Infektionszahlen haben Bund und Länder beschlossen: Auch im Profisport sind keine Zuschauer mehr erlaubt.

Auch der Profisport und damit die Fußball-Bundesliga wird von den verschärften Corona-Maßnahmen getroffen. Bund und Länder wollen angesichts dramatisch steigender Infektionszahlen die Partien im November nur noch ohne Zuschauer zulassen. Darauf haben sich nach Informationen der Redaktion Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und die Ministerpräsidenten der Länder verständigt. Die verschärften Regeln sollen bereits am 2. November in Kraft treten.

Nach dem ersten Stillstand im März hatten es die Deutsche Fußball Liga und der Deutsche Fußball-Bund mit einem ausgeklügelten Hygienekonzept geschafft, den unterbrochenen Spielbetrieb in der Bundesliga und der 2. Bundesliga wieder aufzunehmen - zunächst vor Geisterkulissen.

Existenzängste in einigen Sportarten

Für die aktuelle Saison erhielt die DFL grünes Licht von der Politik, zumindest bis zu 20 Prozent der Gesamtkapazität der Stadien mit Zuschauern füllen zu dürfen. Allerdings hatten die örtlichen Behörden weiterhin das Recht, die Zuschauerzahl zu reduzieren oder gar einen Ausschluss zu veranlassen. Dies ist nach dem sprunghaften Ansteigen der Corona-Fallzahlen zuletzt vielerorts geschehen. Auch für das kommende Wochenende ist bereits für zahlreiche Partien beider Ligen eine drastische Herabsetzung oder der Ausschluss von Fans verfügt worden.

Eine Verringerung der Zuschauer-Zulassung auf Null bringt vor allem professionelle Teamsport-Ligen im Basketball, Handball, Eishockey oder Volleyball in existenzielle Bedrängnis. „Die Lage ist angespannt. Wenn wir weiter zurückgeworfen werden, sind wir ratlos“, hatte bereits am Dienstag Frank Bohmann, Geschäftsführer der Handball-Bundesliga, gesagt.

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