Regionalliga

RWE darf sich nicht von der Statistik täuschen lassen

Im Hinspiel gab es für RWE Grund zum Jubeln: Benjamin Baier (rechts) traf beim 2:0-Erfolg zur 1:0-Führung. In Köln könnte auch Florian Bichler nach seiner Verletzungspause wieder mit von der Partie sein.

Im Hinspiel gab es für RWE Grund zum Jubeln: Benjamin Baier (rechts) traf beim 2:0-Erfolg zur 1:0-Führung. In Köln könnte auch Florian Bichler nach seiner Verletzungspause wieder mit von der Partie sein.

Foto: Michael Gohl

Essen.   Rot-Weiss Essen tritt am Samstag beim Tabellenvorletzten an, der U 21 des 1. FC Köln. Die Domstädter haben noch kein Heimspiel gewonnen.

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Reichlich Kritik hatten die Fußballer von Rot-Weiss Essen in den vergangenen Wochen einstecken müssen. Vor allem nach der 0:3-Pleite im Derby beim Wuppertaler SV. Begeisternden Fußball, so wie es sich die Fans an der Hafenstraße sehnlichst wünschen, spielte der Regionalligist zuletzt wahrlich nicht.

Die Quittung: Immer weniger Zuschauer kommen zu den Spielen ins Stadion Essen, gegen Kaan-Marienborn gab es sogar eine Minuskulisse. Auch Trainer Karsten Neitzel gefiel die Vorstellung seiner Mannschaft in der Vorwoche im Heimspiel nicht – vor allem in Durchgang eins. „Da hat es gehakt. Wir haben zwar wenig zugelassen, doch fußballerisch hat es in einigen Situationen geklemmt“, gibt er zu. „Doch bei aller Kritik: In den vergangenen vier Pflichtspielen haben wir drei Siege geholt.“

Dreifacher Punktgewinn ist für Rot-Weiss Pflicht

Zum Jahresabschluss am Samstag (14 Uhr) bei der U 21 des 1. FC Köln soll der nächste Erfolg folgen. Dann wollen sich die Essener mit einem Sieg selbst ein vorweihnachtliches Geschenk machen. „Nach dem Spiel wollen wir 33 Punkte haben“, sagt Karsten Neitzel. Für den Coach ist ein dreifacher Punktgewinn Pflicht.

Vom Tabellenbild – die Domstädter stehen mit 13 Punkten auf dem vorletzten Platz – scheint es eine durchaus lösbare Aufgabe für RWE zu werden, doch davon will sich Karsten Neitzel nicht täuschen lassen. Ein Blick aufs Tableau verrät aber auch: Köln stellt die zweitschwächste Offensive der Liga (21 Tore) und die zweitschlechteste Defensive (36). Nur Schlusslicht TV Herkenrath hat deutlich mehr Gegentreffer kassiert als die Kölner – 54 an der Zahl.

Zudem hat der FC noch kein Heimspiel gewinnen können, spielte am Geißbockheim lediglich dreimal unentschieden – darunter allerdings auch ein 1:1 gegen den Wuppertaler SV. Vor einer Woche feierten die Kölner schließlich im Kellerduell in Herkenrath mit 2:1 ihren zweiten Saisonsieg.

Robin Heller steht in Köln erneut im RWE-Tor

Ganz egal wie schlecht die Statistiken der Kölner auf dem Papier auch sind, die Aufgabe für die Essener wird dadurch nicht einfacher. „Wir müssen frisch sein und vernünftig Fußball spielen“, sagt Karsten Neitzel. Es sei ein Spiel, in dem der Kopf eine wichtige Rolle spiele. „Wir dürfen nichts unterschätzen.“ Aber auch die Beine müssen mitspielen, die taktische Vorgabe des Trainers verlangt den Spielern Ausdauer ab. „Wir wollen gnadenlos anlaufen“, kündigt Karsten Neitzel an, der den Gegner so unter Druck setzen möchte. Ob der RWE-Trainer in Köln wieder mit der einen oder anderen Überraschung in der Mannschaftsaufstellung liebäugelt, ist ungewiss. Im Heimspiel gegen Kaan-Marienborn standen Florian Bichler (nach Verletzungspause) und Torhüter Robin Heller (für Lukas Raeder) unerwartet in der Startelf. Nur so viel verrät Karsten Neitzel: Robin Heller steht auch in Köln zwischen den Pfosten. „Wir können ja nicht jede Woche den Torwart wechseln. Aber es war schon in der vergangenen Woche keine Entscheidung gegen Lukas Raeder, sondern eine für Robin Heller“, sagt Karsten Neitzel.

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