RB Leipzig: Ein Spiel, zwei Eindrücke

Leipzig/Wolfsburg.   Auch das noch. Ein Schwerlasttransporter blockierte Dienstag am späten Abend die A14 zwischen Magdeburg und Halle. Überholen unmöglich, und so kroch der Mannschaftsbus von RB Leipzig mit 60 km/h heimwärts von einem Spiel, das in die Kategorie jener Partien gehört, die man gern schnell hinter sich lassen möchte.

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Auch das noch. Ein Schwerlasttransporter blockierte Dienstag am späten Abend die A14 zwischen Magdeburg und Halle. Überholen unmöglich, und so kroch der Mannschaftsbus von RB Leipzig mit 60 km/h heimwärts von einem Spiel, das in die Kategorie jener Partien gehört, die man gern schnell hinter sich lassen möchte.

Die Leipziger waren in Wolfsburg zu Gast und hatten ein Spiel geboten, das sich genau so entwickelte, wie die Hinserie für sie verlief. Eine zähe erste Viertelstunde endete mit einem Foul von Ibrahima Konaté gegen den Schuh von Mario Gomez. Den Strafstoß für Wolfsburg versenkte Paul Verhaegh kühl.

Danach bestimmte RB die Partie, presste hoch und aggressiv, drückte den VfL weit in dessen Hälfte, glich durch Marcel Halstenberg (52.) aus, bevor Leipzig dann gegen Ende derart in die Bredouille geriet, dass nur die wundersamen Reflexe von Torwart Peter Gulacsi den Punkt retteten, über den Trainer Ralph Hasenhüttl sagt: „Nach 75 Minuten habe ich gedacht: Der ist zu wenig. Nach den letzten 15 Minuten muss sich sagen: Wir sind glücklich, dass wir ihn haben.“ Der Österreicher ballte beim Schlusspfiff die Hände zu Fäusten. Neben ihm feierte Martin Schmidt dramatischer: Wolfsburgs Trainer sank formschön in die Knie. Diese beiden Gesten zeigten, wie froh beide über das Remis waren.

Kampl: Wir machen das überragend

Hasenhüttl war glücklich, „weil wir gegen Ende leicht auch hätten verlieren können“. Schmidt war glücklich, „weil wir bis zur Pause die Null gehalten haben. Glauben Sie mir, gegen RB ist das sehr, sehr schwer“.

Dass die Sachsen wieder einmal in Rückstand geraten waren, diesmal durch einen Elfmeter, den fünften in dieser Vorrunde, wollte Hasenhüttl nicht überbewerten. Er meinte, dass nach 24 Spielen am Stück die Konzentration nachlasse. Hinten wie auch vorn, wo RB trotz Überlegenheit keine Großchance produzierte.

„Dafür, dass wir so eine junge Mannschaft und das erste Mal englische Woche haben, machen wir das überragend“, verteidigte Kevin Kampl das Ergebnis und zog damit ein Fazit gleich für die gesamte Hinserie, obwohl noch eine Heimpartie gegen Hertha BSC am Sonntag aussteht. Danach ist erst mal Schluss mit den Englischen Wochen.

„Das war unsere dritte Partie in sechs Tagen“, sagte Gulacsi. „Das ist schon anstrengend.“ Die Sachsen würden auch das jetzt gern ganz schnell hinter sich lassen.

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