JUDO

Zum Trost gibt’s Team-Bronze

Sarah Mäkelburg (li., hier gegen Bottrops Alina Fiedler) musste wegen der WM-Vorbereitung auf die Teilnahme an der Bundesliga-Endrunde mit der SU Annen verzichten.

Foto: Tanja Schneider

Sarah Mäkelburg (li., hier gegen Bottrops Alina Fiedler) musste wegen der WM-Vorbereitung auf die Teilnahme an der Bundesliga-Endrunde mit der SU Annen verzichten. Foto: Tanja Schneider

Witten.   Ein wenig hadert Judoka Sarah Mäkelburg (SUA) noch mit ihrem Achtelfinal-Aus bei der Junioren-WM. Dafür springt mit dem Team Edelmetall heraus.

„Der erste Moment ist natürlich enttäuschend nach so einer Niederlage.“ So ganz verwunden hat Sarah Mäkelburg vom Judo-Bundesligisten Sport-Union Annen ihr frühes Ausscheiden bei der U 21-Weltmeisterschaft in Zagreb noch nicht. Immerhin gab’s als Trost noch die Bronze-Medaille im Mannschafts-Wettbewerb.

Eigentlich begann es für die 20-Jährige im Einzel-Turnier in der stark besetzten Klasse bis 70 Kilogramm absolut wunschgemäß. Das Los hatte es mit der Wittenerin zwar nicht sonderlich gut gemeint, doch in einem hart umkämpften Duell setzte sich Mäkelburg gegen die Französin Marina Olarte durch. Im „Golden Score“ gelang ihr die entscheidende Wertung. Der Weg zum Pool-Finale und damit auch in den Bereich einer möglichen WM-Medaille schien geebnet. Doch das Achtelfinale erwies sich für die SUA-Kämpferin letztlich als ein zu hohes Hindernis. „Ich hätte sie schlagen können“, stellte Mäkelburg mit dem Abstand von ein paar Tagen fest. Immerhin hatte sie der Bosnierin Aleksandra Samardzic schon einmal gegenübergestanden und hatte sie ausgeschaltet. „Zehn Sekunden vor Schluss war noch keine Wertung gefallen, dann ist mir aber ein Fehler unterlaufen“, schaut die Wittenerin verärgert zurück. Dieser Waza-ari war nicht mehr wettzumachen - die Bosnierin gewann, holte sich schließlich die Silbermedaille, unterlag lediglich gegen die Hannoveranerin Giovanna Scoccimarro, DJB-Teamkollegin von Sarah Mäkelburg. „Giovanna hat ein starkes Turnier gekämpft, keine Frage. Aber für mich war wirklich mehr drin - ich habe einen Kampf zu früh verloren“, trauert die Bundesliga-Kämpferin ihrer verpassten Medaillenchance nach.

Zum Trost gab’s für Sarah Mäkelburg, auch wenn sie selbst am Sonntag nicht mehr zum Einsatz kam, die Bronze-Medaille im Teamwettbewerb - wie zuvor schon bei den Europameisterschaften. Damals hatte sie selbst auf der Matte gestanden, jetzt konnte sie zumindest am Rand mitfiebern, ihren Teamkollegen die Daumen drücken. Es half, die DJB-Junioren kletterten nach einem 5:3-Erfolg gegen Kasachstan im kleinen Finale aufs Siegerpodest.

„Insgesamt kann ich mit meiner Saison sicherlich zufrieden sein“, sagt die 20-Jährige. Von einer „Saison mit Höhen und Tiefen“ spricht Mäkelburg, erinnert sich aber vor allem an den Europacup-Sieg im spanischen La Coruna, an Rang zwei im slowenischen Celje oder an Platz fünf in Leibniz (Österreich). „Auch die Universiade war noch mal ein absolutes Highlight. Es war toll, sowas miterleben zu dürfen“, so die Annenerin rückblickend nach ihrem fünften Rang in Einzel und Mannschaft in Taipei. „Aber jetzt mache ich erstmal eine kleine Pause“, so Mäkelburg. Schließlich hat das Uni-Semester in Köln gerade wieder begonnen - jetzt haben andere Prüfungen Vorrang vor denen auf der Judomatte.

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