DAMENFUSSBALL

Wogen beim Hammerthaler SV sind wieder geglättet

Steht beim Hammerthaler SV nun wieder zur Verfügung: Katharina Suka (M.) feierte nach ihrer Babypause das Comeback gegen Silschede.

Steht beim Hammerthaler SV nun wieder zur Verfügung: Katharina Suka (M.) feierte nach ihrer Babypause das Comeback gegen Silschede.

Foto: Jürgen Theobald (theo) / FUNKE Foto Services

Witten.  Drei Spielerinnen wollten beim Hammerthaler SV den Trainer loswerden - jetzt aber sind sie außen vor, der Vorstand steht zu Coach Volker Simon.

Mit gerade mal fünf Punkten nach sieben Partien ist der Saisonstart für die Fußballerinnen des Hammerthaler SV ziemlich daneben gegangen. Zwischenzeitlich herrschte im Kader des Bezirksligisten zudem einige Unruhe, weil drei Spielerinnen nicht mehr weiter gewillt waren, mit Trainer Volker Simon zusammenzuarbeiten. Inzwischen aber haben sich die Wogen geglättet - beim Tabellenzwölften gibt man sich kämpferisch.

„Diese ganze Geschichte ist für mich abgehakt. Einen Weg zurück wird es für diese Spielerinnen unter meiner Regie auch nicht geben. Das Verhältnis wäre ohnehin nicht mehr so wie zuvor“, sagt HSV-Trainer Volker Simon. „Der Mannschaft“, erklärt der Wuppertaler, „geht es jetzt auch besser, da wieder mehr Ruhe eingekehrt ist.“ Zwischenzeitlich hatte sich auch der Hammerthaler Vorstand eingeschaltet, als sich Jana Schumacher, Carla Weitzel und Jasmin Gerwien dazu entschieden hatten, sich zurückzuziehen - offensichtlich aus Unzufriedenheit mit der Trainersituation. „Ich war da schon überrascht über die eine oder andere Aussage der Spielerinnen“, so Volker Simon. Da war u. a. von fehlendem Vertrauen seitens des Trainers die Rede - für ihn „absolut nicht nachvollziehbar. Ich habe ja auch sogar durchaus Spielerinnen eingesetzt, obwohl sie zuvor keine gute Leistung gezeigt hatten.“

Sportlicher Leiter: „Lassen uns nicht erpressen“

Seitens des Vorstandes jedenfalls - und auch von den übrigen Teilen der Mannschaft - erhielt Simon völlige Rückendeckung. „Da gibt es überhaupt keine Frage. Wir sind mit Volker Simon absolut zufrieden, für uns ist er ein Glücksfall. Es war nicht leicht, damals einen geeigneten Damentrainer zu finden. Volker macht seine Sache sehr gut, er bereitet sich gewissenhaft auf die Spiele vor, bindet auch uns als Vorstand in seine Überlegungen mit ein“, sagt der Sportliche Leiter Uwe Junk. „Wir lassen uns jedenfalls nicht von Spielerinnen erpressen - nur, weil ihnen mal jemand nicht passt“, stellt er unmissverständlich klar.

Zwischenzeitlich war das Trio der Abtrünnigen bereits bei anderen Vereinen zum Probetraining, will sich auch weiter anderswo umschauen. Den Weg zurück zum Bezirksligisten Hammerthaler SV kann man ausschließen. Zumal sich der Simon-Elf inzwischen auch wieder andere personelle Optionen bieten. Vom inzwischen abgemeldeten A-Ligisten SV Altenbochum 01 kamen vier Spielerinnen (wir berichteten), zuletzt beim 2:2 gegen Silschede feierte Stürmerin Katharina Suka ihr Comeback nach der Babypause. „Wenn wir erst komplett sind, werden wir uns auch wieder berappeln und da unten ‘rauskommen. Vom Potenzial her gehören wir sicherlich nicht in die Abstiegszone“, sagt Volker Simon. Er selbst habe sich durchaus auch kritisch hinterfragt, weil es bislang noch nicht so rund lief. „Aber auch von der Mannschaft kamen durchweg positive Rückmeldungen. Wir wollen da zusammen ‘rauskommen. Uns fehlt jetzt einfach mal ein Erfolgserlebnis.“

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