HANDBALL

Wittener TV setzt auf seinen unorthodoxen Stil

Eine schwierige Aufgabe erwartet Philipp Gallinowski (li.) und den Wittener TV beim Titelaspiranten Westfalia Herne.

Eine schwierige Aufgabe erwartet Philipp Gallinowski (li.) und den Wittener TV beim Titelaspiranten Westfalia Herne.

Foto: Jürgen Theobald / FUNKE Foto Services

Gleich zum Auftakt der Landesliga-Serie wartet mit Westfalia Herne ein Schwergewicht auf die Handballer des Wittener TV.

Witten. Es geht los für die Handballer des Wittener TV. Am kommenden Sonntag (18 Uhr) im Spiel beim HC Westfalia Herne startet für den Neuling das „Abenteuer Landesliga“, wie es Trainer Stefan Rust nennt. Der neue Coach des WTV kam Mitte Juni von der SGH Unna nach Witten und steht mit seinem neuen Team nun vor einer Mammutaufgabe: Mit dem Aufsteiger will Rust die Klasse halten.

Der Coach gibt jedoch zu bedenken, dass „wir in jedem Spiel 100 Prozent Einsatz und Leistungsbereitschaft brauchen, um die nötigen Punkte einzufahren.“ Vor allem der erst Gegner, Westfalia Herne, gehört für den Handballtrainer zu den „absoluten Topkandidaten auf den Aufstieg.“ In der abgelaufenen Spielzeit scheiterte die vom früheren Bundesligaprofi Stefan Krebietke gecoachte Westfalia nur denkbar knapp am Aufstieg in die Verbandsliga. Nun muss der WTV seine Landesliga-Tauglichkeit gleich im ersten Saisonspiel beim Topclub unter Beweis stellen: „Wenn wir in Herne verlieren, wird davon für uns nicht die Welt untergehen. Wir wissen, dass Herne der klare Favorit ist. Auch, wenn wir mal ein Spiel deutlich verlieren, haben wir eine gefestigte Mannschaft, die damit umzugehen weiß“, so WTV-Pressesprecher Jan Löffler über die anstehende Partie.

WTV-Sprecher hält Klassenerhalt für realistisch

„Unser Vorteil kann auch sein, dass wir als Aufsteiger unterschätzt werden“, erklärt Löffler. Auch der Trainer sieht für die kommende Partie in Herne Chancen für sein Team: „Wir können unorthodoxen Handball spielen. Wir werden sehen, wie sich die Westfalia darauf einstellt und wie die Herner im Endeffekt damit umgehen können“, erklärt Rust.

In seinen ersten Wochen beim WTV hat der ehemalige Trainer der SGH Unna jedoch auch ein Problem innerhalb der Mannschaft festgestellt: „Es gibt auf der einen Seite einige Spieler, die unbedingt die Klasse halten wollen und auf der anderen Seite solche, bei denen mir die Euphorie auf die anstehende Saison etwas fehlt. Ich bin aber optimistisch, dass wir das noch in den Griff bekommen, alle an einem Strang ziehen und auf ein gemeinsames Ziel hinarbeiten“, so Rust. Das Ziel „Klassenerhalt“ hält auch WTV-Pressesprecher Löffler für realistisch: „In der Liga gibt es fünf Aufsteiger. Wenn wir hart arbeiten, bin ich davon überzeugt, dass wir mindestens zwei oder drei Mannschaften hinter uns lassen können.“

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