HANDBALL

Wittener TV darf auf Landesliga-Aufstieg hoffen

Mit dem Wittener TV landete Dirk Oberbossel (am Ball) einen wichtigen 26:25-Sieg bei der HSG Wetter/Grundschöttel.

Mit dem Wittener TV landete Dirk Oberbossel (am Ball) einen wichtigen 26:25-Sieg bei der HSG Wetter/Grundschöttel.

Foto: Oliver Schinkewitz

Wetter.   Zum Abschluss der regulären Saison gewinnt der Wittener TV mit 26:25 bei der HSG Wetter/Grundschöttel, spielt nun um den Aufstieg.

Der Wittener TV darf auf den Aufstieg in die Landesliga hoffen. Durch den 26:25 (9:10)-Erfolg bei der HSG Wetter/Grundschöttel schließen die Ruhrstädter die Bezirksliga-Serie auf dem dritten Platz ab, nehmen nun in Hin- und Rückspiel an der Relegation teil. Der Gegner muss allerdings erst noch ermittelt werden.

Während die WTV-Handballer am Samstagabend selbst für klare Verhältnisse sorgten, zudem noch von der 22:28-Niederlage der DJK Westfalia Welper gegen den TuS Hattingen II profitierten, ist die Entscheidung in der Parallelstaffel noch nicht gefallen. Dort gewann die SG Attendorn-Ennest mit 31:27 gegen die HSG Herdecke-Ende. Das Hinspiel hatte die HSG mit vier Treffern Differenz gewonnen, beide Teams beendeten die Saison mit 40:16-Zählern. Somit müssen zunächst zwei Entscheidungsspiele zwischen diesen Teams absolviert werden, ehe sich der WTV in der Landesliga-Aufstiegsrunde mit dem Gewinner des Duells misst.

Gallinowski sorgt für Zwei-Tore-Führung

Die Partie bei den abstiegsbedrohten Grundschöttelern war nichts für schwache Nerven. Zunächst legte der WTV eine 3:2-Führung vor, lief dann aber bis zum Seitenwechsel fast stetig einem Rückstand hinterher. Mehr als drei Treffer Vorsprung spielte die vom früheren Ruhrtaler Nils Krefter gecoachte HSG aber nicht heraus. Aus einem 4:7 machten die Gäste ein 8:8, auch beim 9:10 zur Pause war man noch auf Tuchfühlung.

Im zweiten Durchgang setzte sich das enge Spielchen fort. Die ersatzgeschwächten Wittener, bei denen kurzfristig auch noch Nils Habermann verletzt ausfiel, gingen in der 39. Minute erstmals wieder in Führung, als Axel Weber zum 14:13 traf. In der Defensive überzeugte der WTV, erarbeitete sich beim 19:17 durch Philipp Gallinowski (48.) erstmals ein Zwei-Tore-Polster. Doch nach dem 23:21 von Dirk Oberbossel (52.) schwächelten die Schützlinge von Jan-Felix Löffler und Matthias Brandt kurzzeitig, Wetter/Grundschöttel gelangen mit der lautstarken Unterstützung ihrer Anhänger im Rücken vier Tore in Serie - 25:23 (57.), dazu war die HSG, die in Tobias Wesseling (neun Treffer) ihren besten Schützen hatte, Ballbesitz. Doch jetzt patzte auch das Krefter-Team, kassierte zudem eine Zeitstrafe - und wenig später hieß es 25:25.

Doppelte Manndeckung Schlüssel zum Erfolg

In der Schlussminute ging es dann hoch her. Zunächst verbaselte der WTV im Angriff den Ball, die Gastgeber aber waren nicht in der Lage, diese Chance zu nutzen. Stattdessen durften die Wittener noch einen Angriff starten, den Nico Roehrle 18 Sekunden vor dem Ende mit dem 26:25-Siegtreffer krönte. Was folgte, waren Jubelfeiern des Wittener TV, der einer ohnehin starke Saison nun noch das Sahnehäubchen aufsetzen könnte.

„Wir sind immer dran geblieben, haben unseren Stiefel gut heruntergespielt“, lobte Coach Matthias Brandt. „Die doppelte Manndeckung gegen Wetters beste Angreifer am Ende war ein Schlüssel zum Sieg. Auch unsere Angriffsquote war ordentlich, wir haben nur wenig verworfen“, so Brandt.

WTV: Heintze, O. Weber, Pohl; Kutsch (2), Roehrle (4), Wenzel (3), A. Weber (2), Gallinowski (7), Brecht (5/2), Mohri (1), Oberbossel (2), Lieberwirth.

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