DAMENHANDBALL

Wittener Oberliga-Trio hofft auf Medaille bei Hochschul-EM

Mit der Bochumer Uni-Auswahl geht Jessica Hackerts (re.) bei den Hochschul-Europameisterschaften im Juli in Polen an den Start.

Mit der Bochumer Uni-Auswahl geht Jessica Hackerts (re.) bei den Hochschul-Europameisterschaften im Juli in Polen an den Start.

Foto: Barbara Zabka / FUNKE Foto Services

Bochum/Witten.   Bei der Hochschul-Europameisterschaft gehören drei Spielerinnen der SG ETSV Ruhrtal Witten zum Aufgebot der Bochumer Ruhr-Uni.

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Die männlichen Kollegen haben es im vergangenen Jahr vorgemacht. Da gewann die Handball-Auswahl der Ruhr-Universität Bochum - u. a. mit den Wittenern Silas Kaufmann (TuS Bommern) und Christian Scholz (HSG Gevelsberg-Silschede) - die Hochschul-Europameisterschaften im portugiesischen Coimbra. Jetzt sind neben den Herren auch die Damen für den kontinentalen Wettbewerb qualifiziert - Jessica Hackerts, Teresa Mühlhaus und wohl auch Nina Schmidt von Oberligist SG ETSV Ruhrtal reisen im Juli ins polnische Bydgoszcz.

„Normal fahren ja nur die jeweiligen Landesmeister zur EM“, sagt Jessica Hackerts. Doch für die Bochumer Uni-Auswahl, die in diesem Jahr auf nationaler Ebene hinter den Konkurrentinnen aus Hamburg den zweiten Platz belegt hatte, war für die Wettbewerbe vom 3. bis zum 11. Juli in Polen doch noch ein Plätzchen frei. Und entsprechend motiviert reisen die Wittener Handballerinnen, die erstmals an einem solchen EM-Turnier teilnehmen werden, ins Nachbarland.

Gute Harmonie im Bochumer Uni-Team

„Zuletzt haben wir sehr regelmäßig trainiert und uns gut vorbereitet“, sagt SG-Abwehrchefin Jessica Hackerts. Zu ein bis zwei Einheiten pro Woche trafen sich die Spielerinnen - „meist in Recklinghausen oder in Essen, weil da auch mit Harz gespielt werden darf“, so die 27-Jährige, die wie Teamkollegin Teresa Mühlhaus im Fachbereich Archäologie eingeschrieben ist. Bei Mitspielerin Nina Schmidt (studiert Sport) ist noch nicht zu 100 Prozent geklärt, ob sie auch zum 14-er-Kader für die EM in Polen gehören wird, „aber ich denke, es sieht gut aus.“

Dass die Ruhr-Uni-Handballerinnen bei diesem internationalen Vergleich durchaus eine gute Rolle spielen könnten, davon darf man eigentlich ausgehen. Immerhin sind die Spielerinnen allesamt auf recht hohem Niveau (mindestens Landesliga) unterwegs, bringen also beste Voraussetzungen mit. Die guten Resultate der Männer in der jüngeren Vergangenheit sollten zudem auch für ihre Kolleginnen ein Ansporn sein. Anreisen werden die beiden Teams übrigens gemeinsam mit dem Bus. „Das dürfte schon eine anstrengende Tour werden“, flachst Jessica Hackerts, die als Lehrerin für Deutsch und Geschichte an einer Herner Gesamtschule bereits im Berufsleben steht, in naher Zukunft auch ihr Archäologie-Studium beenden wird.

Wer in Sachen sportliche Leitung bei den Uni-Sportlerinnen gewissermaßen den Hut aufhaben wird, das ist für das Bochumer Damen-Team keine große Sache. „Einen festen Trainer haben wir gar nicht. Das regeln wir eigentlich ganz gut untereinander. Bei der Deutschen Meisterschaft in Erlangen war die Harmonie im Team sehr gut“, berichtet die Abwehrspezialistin des Wittener Oberligisten.

Leonie Kockel muss wegen Juniorinnen-EM passen

Dass Sina Röttgers aus dem Drittliga-Team von Borussia Dortmund ebenfalls nicht mit von der Partie sein kann wie die parallel bei der Juniorinnen-EM geforderte Sprockhövelerin Leonie Kockel, die zuletzt Deutsche A-Jugend-Meisterin mit dem BVB geworden war, müssen die Frauen von der Ruhr-Uni irgendwie kompensieren. Mit ein wenig Glück und einer guten Auslosung reicht es ja vielleicht sogar zu Edelmetall.

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