Fußball

Wittener Nachwuchs hinterlässt Eindruck

FSV Wittens Finn Schubert jubelt: Er traf zum 1:0 gegen den TuS Stockum.

FSV Wittens Finn Schubert jubelt: Er traf zum 1:0 gegen den TuS Stockum.

Foto: Manfred Sander

Bochum/Witten.   Zwei Titelträger und ein stadtinternes Finale – die Talente aus der Ruhrstadt haben dem Endspieltag im Kreispokal ihren Stempel aufgedrückt.

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Nach der Siegerehrung kam Kurt Eckloff zu Johannes Gabriel, um dem Trainer des FSV Witten zum Pokalsieg zu gratulieren – mit 5:1 hatte der FSV gegen den Lokalrivalen TuS Stockum gewonnen. Eckloff ist Pokalspielleiter der Jugend, ein Urgestein im Kreisvorstand. Er lobte natürlich den Auftritt des FSV, aber auch von Gegner Stockum: „Wir haben ein tolles und vor allem faires Finale gesehen“, meinte Eckloff und gab einen Einblick in seine Gedanken: „Ich hatte vorher ein bisschen bedenken, dass es härter wird, wenn zwei Wittener Mannschaften aufeinandertreffen. Aber beide Teams haben es gut gemacht.“

Nicht nur im Bereich Fairness verkauften sich die Wittener Mannschaften am Samstag in Hordel gut (in den drei Finals mit Wittener Beteiligung gab es keinen einzigen Platzverweis). Vor dem rein Wittener B-Jugend-Finale hatten ja auch schon die C-Junioren des FSV sowie die B-Juniorinnen des SV Bommern auf dem Feld gestanden. Und im Rückblick lässt sich nur ein Fazit ziehen: Alle vier haben starke Leistungen gebraucht und dürfen stolz sein – auch wenn „nur“ zwei Teams am Ende einen Pokal mit nach Hause nahmen.

Da waren zuerst die Titelverteidigerinnen vom SV Bommern 05, die wie schon im Vorjahr ein entscheidendes Tor in der Nachspielzeit schossen. „In so einem Spiel kann immer alles passieren, und man hat uns den Druck angemerkt“, meinte Bommerns Trainer Olaf Kunstmann nach dem 2:1 über Waldesrand Linden erleichtert. Nachdem Saskia Simonis einen indirekten Freistoß in die Maschen haute, pfiff der Schiedsrichter erst gar nicht mehr an. Der Rest war Jubel.

Kordel hat nichts zu meckern

Alles kann passieren – das war auch das Mantra von FSV-Trainer Fabian Kordel, dessen C-Junioren es mit dem zwei Klassen höher spielenden Team von Wattenscheid 09 zu tun bekamen. Vielleicht eines von zehn Spielen gegen Wattenscheid könne man gewinnen, glaubte der Trainer. „Und dieses eine Spiel, das war heute“, so Kordel nachher, hin- und hergerissen. Seine Mannschaft spielte toll, brachte den Favoriten in Bedrängnis – und verlor am Ende trotzdem unglücklich mit 1:2. „Wenn man so nah dran ist, dann tut es nachher doch weh“, räumte Kordel ein. Aber er war auch voller Stolz, und zwar zu Recht: „Die Jungs haben zu einhundert Prozent den Plan umgesetzt – ich habe wirklich nichts zu meckern.“

Das galt auch für Christian Hochwimmer, den Trainer der B-Junioren des TuS Stockum. In einem lange spannenden Spiel verlor der TuS am Ende klar, vielleicht zu hoch mit 1:5. Aber dass dieses Spiel überhaupt so stattfand, war eine absolute Sensation. Nicht nur, dass der letzte Wittener Pokalsieg bei den Jungen fast zehn Jahre zurücklag (TuRa Rüdinghausen D-Jugend schaffte es 2009). „Ein rein Wittener Finale – daran kann ich mich in meinen 28 Jahren beim Kreis nicht erinnern“, meinte Kurt Eckloff.

Das Stadt-Finale war die Krönung eines Tages, an dem der Wittener Jugendfußball einen richtig starken Eindruck hinterließ.

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