Fußball Kreisliga A

Wittener Kreisliga-Derby: Herbede will in Stockum Revanche

Klare Sache: Ende August hatte Herbede dem TuS nicht viel entgegenzusetzen, verlor glaskar 0:4 gegen Stockum.

Klare Sache: Ende August hatte Herbede dem TuS nicht viel entgegenzusetzen, verlor glaskar 0:4 gegen Stockum.

Foto: Barbara Zabka / FUNKE Foto Services

Witten.  Das Hinspiel ging 4:0 an Spitzenreiter TuS Stockum, die Tabellensituation ist eindeutig. Doch es spricht überraschend viel für die Gäste vom SVH.

Gleich zum Start der A-Kreisliga im neuen Jahr steht ein sehr interessantes Lokalderby auf dem Programm. Der (geteilte) Spitzenreiter TuS Stockum hat am Sonntag um 15 Uhr den SV Herbede zu Gast. Die Rollen scheinen klar verteilt – scheinen, wohlgemerkt.

Stockums Co-Trainer Daniel Bittorf geht mit eher gemischten Gefühlen in die Partie.

Es passt ihm nicht ins Kalkül, dass die Partie nicht auf dem Naturrasen an der Pferdebachstraße stattfindet, sondern auf dem Kunstrasen: „Der Naturrasen ist bis ungefähr Mitte März gesperrt. Wir tragen dort sonst immer unsere Spiele aus. Der SV Herbede ist dagegen an einen Kunstrasen gewöhnt.“

Doch auch in sportlicher Hinsicht ist bei den Stockumern noch nicht alles in bester Ordnung.

Der TuS hat nur zwei Testspiele absolviert, alle anderen geplanten fielen aus. Bittorf weiß daher: „Wir haben noch gar nicht unseren Spielrhythmus gefunden. Das muss uns nun in der Meisterschaft so schnell wie möglich gelingen.“ Auch personell sieht es bei den Gastgebern nicht ganz so klasse aus.

Stockums personelle Lage ist angespannt

Ägidius Wieser befindet sich noch im Urlaub. Volkan Avci muss nach seiner Operation an den Weisheitszähnen noch aussetzen. Einige Abgänge im Winter haben die Situation etwas verschärft, sagt Bittorf: „Es waren zwar keine Spieler aus der ersten Elf, aber beim Training konnte man nicht so arbeiten, wie man wollte.“

Mit dem Einsatz der verbliebenen Akteure war Bittorf zufrieden: „Wir sind alle fit, und wir haben ja auch noch 15 Leute für Sonntag im Kader.“ Herbedes Trainer Christopher Pache lebt im Vergleich dazu im Schlaraffenland.

Herbede hat in der Winterpause für den Abstiegskampf aufgerüstet

Sein Verein hat ihm in der Winterpause sechs neue Spieler spendiert, die die Qualität des Kaders deutlich verbessert haben. Allerdings haben auch die Herbeder in der Vorbereitung Federn lassen müssen.

Lennart Pütz hat sich verletzt und fällt länger aus, und auch Laurenz Engelbrechts Knie macht weiter Probleme. Zudem musste auch Ivan Djordic Absagen.

Von den Neuzugängen wird Matthias Lengemann wegen Adduktorenproblemen ausfallen, Christian Kinter war in dieser Woche im Urlaub und hat nicht trainiert. Dennoch ist Christopher Pache sehr zuversichtlich, zumal er in der Vorbereitung schon einige gute Ansätze gesehen hat.

Das Hinspiel war eine klare Sache und ist noch in den Köpfen

„Die Ergebnisse sahen zwar nicht danach aus, aber die Mannschaft hat sich weiterentwickelt“, so der Trainer. Das soll sein Team am Sonntag auch gegen den favorisierten Spitzenreiter umsetzen. Die Herbeder haben auch noch etwas gut zu machen, da das Hinspiel eine deutliche Angelegenheit war.

Stockum gewann 4:0 und ließ dabei noch eine Menge Chancen aus. Pache sagt: „Damals stand ein ersatzgeschwächtes, junges Team auf dem Feld. Wir wollen uns für diese Niederlage rehabilitieren.“ Das will der TuS Stockum natürlich verhindern.

Bittorf hat ein klares Ziel: „Wir wollen auch am Sonntag noch auf dem ersten Platz stehen und weiterhin um den Aufstieg mitspielen.

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