JUDO

Wittener Judoka messen sich mit Deutschem Meister

Im letzten Heimkampf gegen Bottrop feierten die Annener (li. der Niederländer Mistral Janssen) einen klaren 9:5-Heimsieg.

Im letzten Heimkampf gegen Bottrop feierten die Annener (li. der Niederländer Mistral Janssen) einen klaren 9:5-Heimsieg.

Foto: Bastian Haumann / FUNKE Foto Services

Witten.  Der Meister kommt: Am Samstag hat Judo-Bundesligist SU Annen das Hamburger JT zu Gast. Trainer Stefan Oldenburg erwartet ein ganz enges Duell.

Die Nummer eins im Bundesliga-Norden, das sind die Judoka der Sport-Union Annen. Fünf Kämpfe hat die Mannschaft des Trainerduos Stefan Oldenburg/Marcel Haupt bislang bestritten - und dabei keinen einzigen Punkt abgegeben. „Ich glaube, so gut sind wir noch nie in eine Saison gestartet“, sagt Oldenburg mit einer gehörigen Portion Stolz. Doch jetzt wartet auf die Wittener die wohl schwierigste Prüfung in der regulären Punkterunde: Am Samstag (18 Uhr, Kälberweg) ist der amtierende Deutsche Meister Hamburger Judo-Team zu Gast.

„Wir freuen uns auf diesen Vergleich. Das wird ein Duell auf Augenhöhe - und hoffentlich wieder Werbung für den Judosport“, sagt der 30-Jährige. Dreimal in Serie hatten die Hanseaten zuletzt den Titel geholt, doch aufgrund des Verlustes des Hauptsponsors gab’s einige Veränderungen im Kader des HJT - mehrere Spitzenkämpfer (u. a. der Ex-Annener André Breitbarth) haben der Stadt an der Elbe den Rücken gekehrt und sich dem KSV Esslingen angeschlossen, der nun großer Favorit auf den Titelgewinn ist. „Natürlich hat Hamburg große individuelle Qualität verloren. Das ist aber immer noch eine sehr starke Mannschaft“, weiß Stefan Oldenburg. Könner wie der Ex-SUA-Judoka Moritz Plafky, Europameister Dominic Ressel, Robin Wendt oder Dario Kurbjeweit-Garcia machen das Team von Trainer Slavko Tekic immer noch zu einem Hochkaräter, der jeden Gegner in dieser Gruppe in die Knie zwingen kann.

Stefan Oldenburg rechnet mit starker HJT-Besetzung

Aber: Hamburg hat bislang schon drei Punkte liegen lassen (Remis gegen Potsdam, Niederlage in Hannover). „Also werden wir auch wenn wir verlieren sollten, noch auf Platz eins stehen“, geht Stefan Oldenburg recht gelassen in das Spitzenduell. Die Annener hätten dann immer noch den abschließenden Vergleich mit dem TSV Hertha Walheim in der Hinterhand, könnten dort noch die notwendigen Zähler für die Endrunden-Qualifikation sammeln. „Vielleicht hilft uns aber auch schon Potsdam mit einem Sieg am 22. Juni gegen Hannover“, schaut der SUA-Trainer ein wenig voraus.

Grundsätzlich wollen die Annener ihre Angelegenheiten aber alleine regeln - und das mit vermutlich großer Kulisse im Rücken. „Ganz klar: Ich rechne mit einer sehr gut besuchten Halle. Einen besseren Gegner als den Deutschen Meister können wir kaum bekommen. Das ist der größte Prüfstein dieser Saison“, sagt der 30-Jährige. Und doch haben die Annener Judoka allen Grund dazu, mit breiter Brust in diesen Vergleich mit den Nordlichtern zu gehen. „Wir haben schon des Öfteren bewiesen, dass wir durchaus zu Recht dort oben stehen. Die Jungs sind inzwischen so selbstbewusst, so stark im Kopf, dass sie auch solche Aufgaben nicht scheuen müssen.“

Nicht das erste Mal, dass Stefan Oldenburg „einen knappen Ausgang, ein 7:7 oder 8:6“, für realistisch hält. Er weiß, dass die Hamburger kaum auf die demnächst bei der EM geforderten Plafky und Ressel setzen dürften. „Dafür erwarte ich einige starke Ausländer.“ Und bei der SUA? Da steht das Comeback von 90-kg-Ass Martin Matijass nach längerer Verletzungspause an. Zudem werden die in dieser Saison sehr erfolgreichen Niederländer Jim Heijman und Simeon Catharina zum Einsatz kommen. Gute Voraussetzungen eigentlich, um dem Meister erfolgreich die Stirn zu bieten.

Leserkommentare (0) Kommentar schreiben